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Hall of Fame

 

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Walter Link der beste und kompletteste Fußballer den der Tuspo bis dato in seiner langen Geschichte bisher gesehen hat.

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Walter Link im TuSpo im TuSpo „Nassau“ Beilstein

Geboren: 6. Januar 1950 

 

Der 3. Dezember 1967 ist ein Datum das in die Geschichte eingegangen ist und Hoffnung für viele herzkranke Menschen bedeutet hat.

Professor Christian Bernard führt in Kapstadt (Südafrika) die erste erfolgreiche Herzverpflanzung durch.

 

Aber auch für der TuSpo Beilstein war das ein ganz entscheidender Tag, denn am diesem Tag lernte die Gudrun Thorn beim Becker- Jakob den Sinner Jugendlichen Walter Link kennen.

Was das für den TuSpo bedeutet hat konnte wahrscheinlich damals noch keiner so richtig erfassen. Walter Link spielte beim BC- Sinn Fußball und hatte schon in der Jugend mit seiner Mannschaft große Erfolge errungen.

Bei Walter und Gudrun war es Liebe auf den ersten Blick und das Schicksal nahm seinen Lauf.

 

Er wurde dann ganz herzlich in die Familie Thorn aufgenommen, zumal er ja auch ein netter Kerl war. Erich Thorn war ein großer Anhänger vom TuSpo und hat diesen auch immer sehr unterstützt.

Eins war dem Erich aber von Anfang an klar, Walter musste beim TuSpo Fußball spielen, zwischenzeitlich war er ja auch der Torjäger beim BC Sinn in der ersten Mannschaft und genauso ein Spieler brauchte der TuSpo, war die Meinung von Erich.

 

Im Herbst 1969 war es dann so weit, alle Zweifel vom Walter wurden ausgeräumt, Erich ist dann noch selbst nach Sinn gefahren und hat den Pass geholt, Walter Link war nun Spieler beim TuSpo „Nassau“ Beilstein.

Gerhard Dietermann schreibt in der Chronik:

 

Für das Spieljahr 1969/70 konnten wir uns wesentlich verstärken. So kamen mit Peter Müller (FC Burgsolms) und Walter Link (BC Sinn) zwei Spieler zu uns, die wohl zu den stärksten in ihren bisherigen Mannschaften zählten. Mit Walter Link soll der Sturm durchschlagskräftiger werden.

 

Am 10. August 1969 bestritt Walter das erste Meisterschaftsspiel für den TuSpo. Das Spiel hat unsere Mannschaft in Eiershausen mit 2:1 verloren. Das Tor für Beilstein erzielte Walter Link. Danach gab es nur noch Siege.

 

Als Walter die Einberufung zur Bundeswehr nach Schwarzenborn erhielt herrschte helle Aufregung im Hause Thorn, das war unmöglich, dass Walter hier seinen Wehrdienst ableistet. Erich Thorn wusste Rat. Er packte Walter ins Auto und fuhr mit ihm nach Wetzlar zur Patenkompanie von Beilstein, der 3. Kompanie vom PzGrenBatl 131. Der Spieß Waldemar Pracht hat die Sache dann geregelt und Walter verrichtete seinen Dienst vom 1. Oktober 1969 bis 31. März 1970 in Wetzlar in der Spilburgkaserne. Somit war es auch möglich Walter aus dem Manöver in Kaiserslautern zum Spiel zu holen.

 

Am 8. Mai 1970 spielte unsere Mannschaft in Haiger. Die Blumensträuße lagen schon bereit, sogar der Bürgermeister von Haiger Kröckel, der aus Beilstein stammt, war auf dem Platz, denn bei einem Sieg wäre Beilstein Meister geworden, aber es kam anders. Das Spiel wurde mit 4:1 verloren.

Im nächsten Spiel am 10. Mai gegen Burg in Beilstein konnte ein 4:1 Sieg eingefahren und damit die Meisterschaft perfekt gemacht werden.

Die Mannschaft von Beilstein ist in dieser Runde ganz souverän Meister geworden. Die Tabelle zeigt eine eindeutige Bilanz. 26 Spiele wurden gewonnen. Es gab 4 Unentschieden und lediglich 2 Spiele gingen verloren. Sie erzielte 118 Tore und 41 Tore konnten die Gegner im Tor des TuSpo unterbringen. Der größte Erfolg den der TuSpo in den 50 Jahren seit seinem Bestehen erringen konnte.

Ohne die Leistung der anderen Spieler schmälern zu wollen, einen ganz großen Anteil an diesem Erfolg hat ohne Zweifel der Walter Link mit seinen Toren.

Die Erwartungen, die man zu Beginn der Runde in Walter Link gesetzt hatte, konnte er voll und ganz erfüllen. Von den 118 Toren die die Mannschaft im gegnerischen Tor untergebracht hat, wurden von ihm 35 beigesteuert. Damit zählte er zu den Toptorjägern in der A - Klasse.

Wolfgang Dietrich, unser Linksaußen mit dem gewaltigen Schuss, hat 22 Tore geschossen, Mittelfeldspieler Jürgen Kramer erzielte 19 Treffer und Rechtsaußen Wolfgang Schauß war mit 13 Toren erfolgreich.

Die sportlichen Erfolge des TuSpo gingen immer weiter. Man konnte auch in der Bezirksliga bestehen. Ab der Saison 1970 wurde Hermann Götzler von Hartmut Öhlschläger als Trainer abgelöst der die Mannschaft dann spielerisch weiter nach vorne brachte.

Am 2. Weihnachtsfeiertag, den 26. 12. 1972, hat Beilstein vor rund 1500 Zuschauern durch einen 2:1 Erfolg über den großen Favoriten Dillenburg im Herborner Station den Titel des Kreispokalsiegers geholt.

In der 88 Minute erzielte Freimud Heuser den Ausgleich, nachdem Dillenburg in der 13. Minute durch Günter Metz in Führung gegangen war. Wolfgang Dietrich schoss in der 82. Minute unter tosendem Jubel, die größte Anzahl der Zuschauer war auf der Seite von Beilstein, den Siegtreffer.

In der Presse war zu lesen: Beilsteins Kapitän Dietermann zusammen mit Schauß und Link zählten zu den Besten Akteuren ihres Teams.

 

Aus der Presse:

Der Beilsteiner Link setzt hier zu einem „Spaziergang“ durch die Dillenburger Abwehr an, den Zntl zu verhindern sucht.

 

Zwei Jahre später, am 3. August 1974 hieß der Kreispokalsieger wiederum TuSpo „Nassau“ Beilstein. In dem wieder in Herborn stattfindenden Endspiel wurde Langenaubach mit 1:0 bezwungen. Das goldene Tor gelang Jürgen Kramer.

Zur Weihnachtsfeier am 20.12.1975, wurden die Spieler Wolfgang Droß, Hans Albert Rumpf, Peter Müller, Willi Schiene, Walter Link, Freimut Heuser, Emil Schenk, Siegfried Dagne, Jürgen Kramer und Gerhard Dietermann vom Vorstand für ihre aktive langjährige Spielertätigkeit geehrt.

Im Jahr 1979 musste der TuSpo dann aus der Bezirksliga absteigen.

Walter Link hat danach seine aktive Laufbahn beendet.

 

Der Presse ist zu entnehmen: Walter Link, einer der bekanntesten Stürmer der letzten Jahre in der Bezirksklasse Gießen Marburg, Gruppe Nord, hat seine aktive Laufbahn beendet. Er spielte über zehn Jahre für die blau-orange Vereinsfarbe des Turn – und Sportvereins „Nassau“ Beilstein. Sein Talent und überaus faires Spiel zeichneten ihn besonders aus.

 

In Anerkennung für seine sportliche Leistung erhielt er vom Verein die „Silberne Ehrennadel“, eine Urkunde und ein Buchgeschenk.

 

Er hätte durchaus auch bei höherklassigen Mannschaft spielen können. Trotz verlockenden Angeboten ist er seinem Verein aber treu geblieben.

Walter war in all diesen Jahren immer für die Mannschaft da. Urlaube mussten in die spielfreie Zeit gelegt werden. Selbst beim Nachkaffee, zur Hochzeit, hat Walter Fußball gespielt. Da konnte die Gudrun nichts ausrichten. Vater Erich und Walter waren halt der Meinung das muss so sein.

Die Taufe von Sohn Rene wurde extra an den Anfang vom Gottesdienst gelegt, sodass Walter und der Taufpate Freimud Heuser zum Spiel rechtzeitig da waren. Damit das Umziehen schneller ging, hatten beide schon das Trikot unter der festlichen Kleidung an.

Das Jahr 1984 wird Walter in seinem Leben nie vergessen. Im Herborner Station ging das größte Highlight für ihn als Fußballer über die Bühne. Er spielte in einer Bezirksauswahl mit, die gegen die Uwe Seeler Traditionsmannschaft, in der auch ehemalige Nationalspieler waren. Gegner von Walter Link in dem Spiel war die Lichtgestalt des deutschen Fußballs, der Kaiser Franz Beckenbauer.

 

Walter Link war immer ein fairer und anständiger Spieler. Ganz selten wurde einmal ein Freistoß gegen ihn gepfiffen. Wenn ein Gegner versuchte ihn im Strafraum zu Fall zu bringen, so ist er meistens über das Bein des Gegners gesprungen und hat sich nicht fallen lassen, was so mancher Zuschauer oft nicht verstand. Er wollte aber auch unbedingt Verletzungen vermeiden.

Bei der Kirmes 1991 übernahm Walter Link zusammen mit Christina Sedlaczek die Moderation am Abend der Vereine.

Was Walter hier geleistet hat war schon vom Feinsten. Viele Künstler die im Fernsehen auftreten können es nicht besser. Unvergessen auch sein Auftritt als Marius M. Westernhagen mit dem Lied: „Willenlos“.

Christina und Walter haben bis zur Kirmes 1998 als Moderatoren auf der Bühne gestanden. Beide waren einfach spitze.

 

Nach seiner Karriere als Fußballer hat Walter sich dem Tennis gewidmet. Später auch noch dem Golf.

 

Als sich ihn einmal gefragt habe:

„Wie kommt das bloß, dass du mit allen Bällen so gut umgehen kannst?“ So hat er mir scherzhaft geantwortet: „Ball ist Ball, egal wie groß er ist“.

Aber auch beim Skifahren war Walter ein großes Ass. Eben ein Sportler durch und durch.

 

Wenn man von Walter Link spricht muss man natürlich auch über den Geschäftsmann Walter Link sprechen.

Beruflich hatte es Walter schon weit gebracht. Zuletzt war er Leiter der Konstruktion bei der Firma Haas und Sohn in Sinn.

 

Die Autogarage von Erich Thorn wurde zu einem schmucken Laden umgebaut und am 1. Februar 1973 war die Eröffnung, damals noch ein Schuhladen. Der Laden wurde immer mehr vergrößert, es kamen jetzt Sportartikel und Sportkleidung ins Sortiment. Walter hat dann seinen Job in der Firma aufgegeben und sich voll und ganz seinem Geschäft gewidmet. Ski wurden sein Fachgebiet und so konnte er seine Kunden sehr gut beraten, die ja auch zum Teil von weither kamen.

Außerdem wurde auch noch ein Squash – Halle gebaut, 2005 wurde das Geschäft nach Herborn verlegt. Die Eröffnung war am 19. September.

 

Die Beilsteiner Geschäftsräume hat danach die Post gemietet.

 

Zusammen mit seiner sehr tüchtigen und erfolgreichen Frau Gudrun hat Walter Link ein Geschäft aufgebaut, das schon zu den Größeren zählt.

 

Walter Link ein sympathischer und feiner Kerl, der nie abgehoben hat, ist seinem TuSpo immer treu geblieben und hat unserem Verein geholfen wo er konnte. Gudrun Link war auch lange Jahre Mitglied im Förderverein.

 

Dem Walter Link zollt der Verein ein ganz großes Dankeschön.

 

Zuletzt geändert am: 13.02.2017 um 11:03

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