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Spielberichte der 2. Mannschaft

 

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Unfassbar! SG Beilstein/A./M. II fehlt eine Minute zum Pokalsieg – 3:5-Niederlage nach Verlängerung gegen Frohnhausen II zerstört den Traum vom Titel

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In einem keineswegs hochklassigen, aber bis zum Ende spannenden Endspiel des Reservepokals hat die Zweite Mannschaft der SG Beilstein/A./M. den ganz großen Wurf um Haaresbreite verpasst. Gegen die Zweitvertretung des SSV Oranien Frohnhausen unterlag man am gestrigen Abend auf dramatische Art und Weise mit 3:5 nach Verlängerung. Dabei stand die Sauer-Truppe kurz vor dem eigenen Triumph, führte man doch dank zweier Kopfballtreffer von Achim Müller lange mit 2:0. Hätte Philipp Buschmann rund 20 Minuten vor dem Ende nicht die Latte anvisiert, sondern ins Schwarze getroffen, wäre Beilstein der Pokalsieg wohl nicht mehr zu nehmen gewesen. Stattdessen kam Frohnhausen wenig später aus dem Nichts zum Anschlusstreffer und konnte sich durch einen verwandelten Foulelfmeter in der letzten Minute der regulären Spielzeit (!) in die Verlängerung retten. Hier legten die Oranier zwei weitere Treffer nach, Boris Sagers Treffer zum 3:4 beantwortete die Kreisoberligareserve mit dem Schlusspunkt zum 3:5 praktisch im Gegenzug. Beilstein steht nach diesem tollen Finale leider mit leeren Händen da, darf aber ganz gewiss erhobenen Hauptes auf dieses Finale zurückblicken.

Mit rund zehnminütiger Verspätung wurde das Finale des Reservepokals am gestrigen Mittwoch angepfiffen und es dauerte eine Weile, bis beide Mannschaften den Respekt voreinander abgelegt hatten und offensive Akzente setzen konnten.

Während der erste Torschuss der Oranier noch harmlos  blieb und der Schütze aus gut 16 Metern zu hoch zielte, hatte es die erste Beilsteiner Möglichkeit gleich in sich: Boris Sager brachte auf der linken Außenbahn Dominique Lengling ins Spiel, dessen Flanke von der Grundlinie Achim Müller am zweiten Pfosten fand. Der Kopfball unseres Stürmers konnte im letzten Moment von der Frohnhäuser Abwehr abgeblockt werden.

In der Anfangsphase tat sich ansonsten vor beiden Toren recht wenig, eine Kopfballchance des B-Ligisten nach einem Freistoß war dabei noch das Gefährlichste, doch auch dieser Versuch flog über die Querlatte. Das Geschehen spielte sich in der Folgezeit überwiegend im Mittelfeld ab, Frohnhausen hatte zwar mehr Ballbesitz, wusste diesen gegen eine gut gestaffelte Beilsteiner Defensive aber nicht gewinnbringend zu nutzen.

Dennoch kam die Grundmann-Truppe zu zwei besseren Torschüssen, da unsere Verteidiger gleich zweimal zu viel Freiraum gewährten und den Schützen nicht energisch genug am Abschluss hinderten. Doch bis dato hatten alle Akteure ihr Visier zu hoch eingestellt.

In der Folgezeit kam Beilstein aber besser in die Partie und traf plötzlich und unerwartet zur Führung: Johann Klumpp brachte einen Eckstoß von der rechten Seite nach innen, wo der Frohnhäuser Keeper und Achim Müller im Fünfmeterraum zum Ball hochstiegen. Gegen den zu unentschlossenen Schlussmann setzte sich unser Stürmer vehement durch und nickte die Kugel in die Maschen – 1:0 (31. Spielminute).

Kurz darauf war es Boris Sager, der die nächste brauchbare Annäherung an den SSV-Kasten zustande brachte, als er nach einem Querpass von Sebastian Weiler aus gut und gerne 25 Metern direkt abzog, das Spielgerät indes knapp über das Gehäuse sauste.

Die letzte Möglichkeit vor dem Wechsel gehörte dem SSV Frohnhausen II. Zwar hatte Marco Petri ein Abspiel intelligent antizipiert und der Ball stibitzt, doch durch den unmittelbar folgenden Ballverlust war die rechte Abwehrseite verwaist, sodass der angespielte Frohnhäuser Spieler frei auf Alexander Schaaf zulaufen konnte, unser Torwart aber die kurze Ecke vernagelte und das Leder zum Eckstoß zu klären wusste.

Es folgten einige sehenswerte Kombinationen auf beiden Seiten, doch keine Mannschaft fand mehr den Weg in die Gefahrenzone, sodass es bei der knappen Beilsteiner Führung zur Halbzeit blieb. Der SSV war zwar optisch überlegen, doch die Stärke bei Standardsituationen ließ unsere Elf vorerst die Oberhand gewinnen.

Der erste Torschuss nach Wiederbeginn gehörte erneut Frohnhausen, doch Alexander Schaaf musste bei diesem Versuch nicht eingreifen.

Brenzlig wurde es stattdessen auf der Gegenseite, als der eingewechselte Dennis Lorenz einen Freistoß von der linken Seite gefährlich an den zweiten Pfosten schlug, wo ein SSV-Abwehrspieler den Ball gerade noch vor Achim Müller zur Ecke abfälschte.

Dieser ruhende Ball sollte für die Verdopplung der Beilsteiner Führung sorgen: Der Eckstoß wurde zunächst geblockt, doch das Leder kam noch einmal zu Johann Klumpp, der Dominique Lengling auf der rechten Außenbahn in Szene setzte. Dessen phantastische Flanke aus vollem Lauf senkte sich im Zentrum über den indisponierten Frohnhäuser Torsteher, sodass Achim Müller am langen Pfosten nur noch den Kopf hinhalten und zum 2:0 einnicken musste (50. Spielminute).

Der SSV schien ein wenig geschockt, es dauerte ein paar Minuten, ehe man Alexander Schaaf das nächste Mal prüfte, unser Keeper entschärfte aber auch den folgenden Distanzschuss problemlos.

Beilstein war in dieser Phase drauf und dran, mit dem dritten eigenen Treffer den sprichwörtlichen Sack zuzumachen. So erkämpfte sich Boris Sager im Mittelfeld das Leder und bediente Johann Klumpp, dessen halbhohe Hereingabe Achim Müller mitnahm und vom rechten Strafraumeck knapp am langen Pfosten vorbeischoss.

Eine der bis dato größten Chancen Frohnhausens resultierte aus einem kapitalen Fehlabspiel von Philipp Buschmann, der das Spielgerät direkt in den Lauf eines SSV-Akteurs legte. Dieser zog auf der linken Seite an Joshua Sattler vorbei und kam aus spitzem Winkel zum Abschluss, doch Alexander Schaaf parierte hervorragend.

Nun war es ein offener Schlagabtausch, denn unsere Mannschaft praktisch im Gegenzug hätte entscheiden können: Wunderbar kombinierte sich Beilstein über die Stationen Johann Klumpp,  Philipp Buschmann und Achim Müller durch das Mittelfeld, ehe letzterer eine herrliche Flanke nach innen brachte. Der mitgelaufene Philipp Buschmann stieg mustergültig zum Kopfball hoch und nickte das Leder gegen die Laufrichtung des Torstehers an die Querlatte. Wäre der Sauer-Truppe in dieser Situation das Glück hold gewesen, wäre ihr Finalsieg nicht mehr zu nehmen gewesen.

Doch unsere Elf merkte, dass mit dem dritten Treffer die Frohnhäuser Gegenwehr verstummen würde, weshalb man nachzulegen versuchte. Fabian Müller eroberte energisch den Ball und wollte Dominique Lengling bedienen, dieser bekam das Leder jedoch nicht ganz unter Kontrolle. Derselbe Spieler suchte wenig später von links den Abschluss, nachdem er von Dennis Lorenz ins Spiel gebracht worden war. Auch ein Kopfball von Achim Müller nach einem Freistoß von Dennis Lorenz führte nicht zum Erfolg.

Frohnhausen war in dieser Phase weitgehend abgemeldet, von einem Aufbäumen der Oranier war wenig zu sehen. Einen der wenigen SSV-Schüsse konnte Alexander Schaaf problemlos parieren. Beilstein konterte seinerseits sehr ansehnlich: Achim Müller fand per Steilpass Dominique Lengling, der alleine vor dem gegnerischen Tor auftauchte, aber zu weit abgedrängt worden war, sodass sein Abschluss zu wenig druckvoll blieb, um für ernsthafte Gefahr zu sorgen.

Hatte Beilstein bis zu diesem Zeitpunkt alles im Griff, änderte sich das Bild auf dem Rasen urplötzlich, als die Dillenburger Vorstädter quasi aus dem Nichts zum Anschlusstreffer kamen: Ein Eckstoß von der linken Seite wurde an den langen Pfosten verlängert, wo Fabian Müller seinen Gegenspieler einen Moment lang aus den Augen verloren hatte. Dieser konnte so aus kurzer Entfernung zum 2:1 einnetzen (78. Spielminute).

Die verbleibenden zwölf Minuten sollten spannend werden. Zunächst bewies Alexander Schaaf seine gedankliche Schnelligkeit, als er einen schnell ausgeführten Freistoß des SSV von der Strafraumkante entschärfen konnte.

Danach schien unsere Mannschaft eigentlich alles im Griff zu haben. Zwar stand man tief in der eigenen Hälfte und konnte auch keine gewinnbringenden Offensivaktionen mehr kreieren, doch Frohnhausen fiel im Spiel nach vorne wenig bis gar nichts ein, sodass es schien, dass Beilstein den knappen Vorsprung über die Zeit würde retten können.

Ein schlecht ausgespielter eigener Konter war in der Schlussminute allerdings der Ausgangspunkt für den glücklichen Frohnhäuser Ausgleich: In einer Zwei-gegen-Zwei-Situation konnte die SSV-Abwehr einen schwachen Pass Achim Müllers auf Dominique Lengling abfangen und ihrerseits nach vorne spielen. Der rechte Verteidiger schlug – beinahe der Verzweiflung gleichkommend – einen langen diagonalen Pass in Richtung linke Außenbahn. Unser Rechtsverteidiger Marco Petri stand falsch und ließ den Flugball über seinen Kopf hinweg passieren, sodass der Frohnhäuser Außenspieler die Kugel annehmen und energisch in den Strafraum eindringen konnte. Marco Petri konnte den Gegner nur mit unfairen Mitteln bremsen, sodass dem Unparteiischen nichts anderes übrigblieb, als auf Strafstoß zu entscheiden. Der Schütze ließ sich diese Gelegenheit nicht entgehen, verlud Alexander Schaaf und schob überlegt in die rechte untere Ecke ein – 2:2 (90. Spielminute).

Wenig später stand fest, dass diese Begegnung um 30 Minuten verlängert werden würde. Der Ausgleich des SSV war ob der vorherigen Unstrukturiertheit und Harmlosigkeit der Offensivbemühungen als überaus glücklich zu beurteilen, zumal Beilstein gleich mehrfach die Chance gehabt hätte, die Partie vorzeitig zu entscheiden.

In der Verlängerung machte sich nach und nach die bessere Kondition der Frohnhäuser bemerkbar. Es dauerte eine ganze Weile bis zum ersten Torschuss, doch dieser sorgte gleich dafür, dass Beilstein erstmals in Rückstand geriet: Aus der Zentrale spielte Frohnhausen einen Querpass nach rechts und dann vertikal nach vorne, von wo aus eine flache Flanke an den Fünfmeterraum folgte. Der SSV-Stürmer rauschte in diese Hereingabe herein und versenkte das Leder aus kurzer Entfernung im Beilsteiner Tor – 2:3 (95. Spielminute).

Beilstein schien keine passende Antwort mehr zu haben, lediglich Joshua Sattlers Kopfball war erwähnenswert, als er nach einem Freistoß von Marco Petri seinen Meister im gegnerischen Torhüter fand.

Frohnhausen war jetzt tonangebend und hätte das 4:2 erzielen müssen, doch der SSV-Stürmer verweigerte das größtmögliche Beilsteiner Geschenk: Nach einer Freistoßflanke von rechts behinderten sich zwei Beilsteiner Akteure gegenseitig, sodass das Leder vor die Füße des völlig freistehenden Frohnhäuser Spielers fiel. Anstatt die Kugel aus nicht einmal drei Metern cool in eine der freien Ecken zu schieben, drosch er das Spielgerät unkontrolliert in Richtung Alexander Schaaf, der per Fußabwehr Beilstein im Spiel halten konnte.

Die letzte Chance vor dem Seitenwechsel gehörte erneut Frohnhausen, doch der Kopfball der Oranier segelte über das Quergestänge.

Beilstein versuchte, in den verbleibenden 15 Minuten noch einmal alles. Nach einer Eckenserie zu Beginn der zweiten Hälfte der Verlängerung verpasste Philipp Buschmann knapp den Ausgleich, als er den Fuß in eine von Dominique Lengling hereingebrachte Flanke hielt, das Leder aber am langen Pfosten vorbeistrich.

Aber auch der SSV wollte die endgültige Entscheidung erzwingen. Ein sehenswerter Schuss der Frohnhäuser verfehlte das Tor von Alexander Schaaf um wenige Zentimeter, auch nach einer Ecke und einem anschließenden Ballverlust von Dominique Lengling sauste die Kugel am rechten Pfosten vorbei. Boris Sagers Versuch auf der anderen Seite geriet leider zu zentral.

Und als Beilstein immer mehr öffnen musste, um noch zum Ausgleich zu kommen, schlug der B-Liga-Fünfte eiskalt zu: Per Diagonalpass wurde das Frohnhäuser Mittelfeld überbrückt, die rechte Beilsteiner Abwehrseite war entblößt, sodass der SSV-Akteur weitgehend ungehindert bis zur Grundlinie durchdringen konnte und von dort in den Rücken der Abwehr passte, wo sein Mannschaftskollege die Kugel an der Fünfmeterraumlinie direkt abnahm und ins Beilsteiner Gehäuse drosch – 2:4 (115. Spielminute).

Kurzzeitig drohte Beilstein auseinanderzufallen, als Marco Petris Rückpass auf Alexander Schaaf viel zu kurz blieb und so einem Oranier die Möglichkeit eröffnete, den Ball zu erlaufen und freistehend zum Abschluss zu kommen. Dem Spieler versagten allerdings die Nerven, er schoss knapp am linken Pfosten vorbei.

Die letzten Bemühungen der Beilsteiner wären beinahe noch von Erfolg gekrönt gewesen. Zunächst zwang Sebastian Weiler den SSV-Keeper zu einer absoluten Glanzparade, als letzterer dessen Direktabnahme aus 18 Metern aus dem Winkel kratzte.

Eine Minute vor dem Ende kam unsere Elf gar noch einmal heran, als eine Ecke von Dominique Lengling nur unzureichend abgewehrt werden konnte, Boris Sager jagte das Leder mit links in die obere rechte Torecke, mithilfe des Innenpfostens fand der Ball den Weg hinter die Linie – 3:4 (119. Spielminute).

Doch die Hoffnung war nur von kurzer Dauer, denn bereits im Gegenzug stellte Frohnhausen den alten Abstand wieder her und machte den Pokalsieg perfekt: Nach einem Pass in die Tiefe startete der Frohnhäuser Spieler aus stark abseitsverdächtiger Position in Richtung Alexander Schaaf und schob überlegt ins linke untere Eck ein – 3:5 (120. Spielminute).

Sekunden später beendete der Mann in Schwarz, der bis auf die letzte Abseitsentscheidung eine insgesamt souveräne Leistung bot, das Spiel und den Traum vom Beilsteiner Pokalsieg. Der Triumph war zum Greifen nah, doch die Weisheit, dass ein Fußballspiel 90 Minuten dauert, bestätigte sich einmal mehr. Frohnhausen, eigentlich bereits geschlagen, ergriff den letzten Strohhalm, rettete sich gerade so in die Verlängerung und siegte dann aufgrund der konditionellen Vorteile und der besseren Spielanlage nicht unverdient.

Beilstein darf sich gewiss über diese verpasste Chance ärgern, die Freude über eine überaus gelungene Pokalsaison sollte aber überwiegen.

Unsere Zweite Mannschaft bestreitet nun am kommenden Samstag ihr letztes Pflichtspiel dieser Spielrunde, bevor man sich in die wohlverdiente Sommerpause verabschiedet. Am Samstag, dem 30.05., empfängt unsere Elf in der Basaltarena den ESV Herborn und peilt einen Sieg zum Saisonabschluss an. Anstoß der Partie ist um 15:30 Uhr.

Die Erste Mannschaft hat spielfrei.

Für unsere Mannschaft spielten: Alexander Schaaf, Marco Petri, Joshua Sattler, Darius Herzler, Fabian Müller, Boris Sager, Philipp Buschmann, Johann Klumpp, Dominique Lengling, Sebastian Weiler, Achim Müller, Dennis Lorenz, Tobias Unzeitig und Andreas Giel.

 

 

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