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Rubrik Heimliche Helden des Tuspo in Person von Edwin Schmidt

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Edwin Schmidt

 

 

Geboren: 8. Januar 1930            Gestorben: 12. Dezember 2005

 

 

 

 

Mit Schreiben vom 17. August 1946 an den Sportverband des Dillkreises hat der TuSpo eine Jugendmannschaft für die neue Saison gemeldet.

Das erste Spiel das unsere Jugendmannschaft damals bestritt war am 29. September 1946 gegen Niedershausen. Das Spiel wurde mit 4:0 Toren verloren.

 

Alfred Grün schreibt dazu in der Chronik: „Gegen die körperlich starken Niedershäuser konnte sich unsere Mannschaft nicht durchsetzen. Das Ergebnis war zu hoch und entspricht nicht ganz dem Spielverlauf“.

 

 

In dieser Jugendmannschaft spielte auch Edwin Schmidt mit. Die Mitspieler waren:

Rudi Schauß, Artur Heuser, Günter Stahl, Heinz Aulenbacher, Karl – Heinz Offenbach, Erwin Hild, Adolf Schröder, Benno Sebold, Waldemar Rödling, Günter Dietermann, Willi Heuser und Gerhard Eckert.

 

Jugendmannschaft von 1946

Hintere Reihe, von links: Edwin Schmidt, Günter Dietermann, Adolf Schröder, Waldemar Rödling, Benno Sebold und Gerhard Eckert.

Mittlere Reihe: Karl – Heinz Dietermann, Erwin Hild und Heinz Aulenbach.

Vordere Reihe: Günter Stahl, Rudi Schauß und Artur Heuser.

 

 

Mannschaft 1951

Von links: Richard Scheufler, Walter Frank, Karl - Heinrich Schmidt,

Heinz Meuser, Waldemar Rödling, Werner Scheufler, Edwin Schmidt, Karl - Heinz Hanicz, Arthur Heuser, Heinz Koob und Gerhard Eckert.

Ab der Saison 1950/51 stand Edwin Schmidt zum ersten Mal bei einem Meisterschaftsspiel in der 1. Mannschaft. Man spielte gegen Kölsch-hausen und schaffte ein 1:1. Das Tor für die Beilsteiner Mannschaft erzielte Heinz Meuser.

Die Leistung von Edwin war so gut, so dass er aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken war.

 

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 12. Januar 1951 wurde Edwin Schmidt auch noch zum Spielausschussvorsitzenden gewählt.

In diesem Amt war er ein Jahr tätig.

 

Am 16. November 1952 verunglückte die 1. Mannschaft auf der Fahrt zum Spiel nach Dollar. Neben dem 1. Vorsitzenden Wilhelm Koob wurden auch viele Spieler verletzt.

Der Spielbetrieb musste deshalb vorübergehend eingestellt werden.

Am 22. Januar 1953 wurde er dann wieder aufgenommen.

Edwin Schmidt hatte sich bei dem Unfall eine Gehirnerschütterung zugezogen, war dann aber ab 5. April 1953 wieder bei den Spielen dabei.

 

 

 

26. April 1953

In Dollar wurde mit 7:1 gewonnen.

Von links: Karl - Heinz Hanicz, Waldmar Rödling, Edwin Schmidt, Fred Dietrich

und Manfred Pfeiffer.

 

1.Mannschaft des TuSpo „Nassau“ Beilstein im Jahr 1953

Erste Reihe von Links: Wolfgang Dietermann, Werner Scheufler und Richard Scheufler

Mitte: Heinz Meuser, Fred Dietrich und Waldemar Rödling

Hintere Reihe: Walter Frank, Karl-Heinz Dietermann, Karl-Heinz Hanicz, Edwin Schmidt und Manfred Pfeiffer.

 

 

Die Runde hat er noch gespielt bis zum 13. Dezember 1953.

 

 

Im Jahr 1954 ist Edwin Schmidt in Löhnberg dem runden Leder nachgejagt. Was ihn zu diesem Schritt veranlasst hat, kann heute nicht mehr genau geklärt werden. Seine Frau Hilde kam ja aus Löhnberg und es könnte sein, dass dies der Preis war um seine Frau nach Beilstein zu holen (ha, ha, ha).

 

 

Bei der Sportplatzeinweihung 1954 durfte er aber in der Beilsteiner Mannschaft mitspielen. Am 14. August 1954 war er dabei gegen den VfL Benrath, das die Gäste mit 7:2 gewannen und auch gegen die Rietsvogels aus Almelo war er mit von der Partie.

 

 

 

 

 

 

Sportplatzweihe am 14. August 1954

Freundschaftsspiel gegen VfL Benrath

 

 

v. l.: Richard Scheufler, Edwin Schmidt, Fred Dietrich, Wolfgang Dietermann, Karl-Heinz Hanicz, Werner Scheufler, Waldemar Rödling, Heinz Meuser, Ewald Hammel, Winfried Dittmar und Manfred Pfeiffer.

 

 

Gegen die Holländer am 15. August hatte sich der TuSpo mit Spielern aus Sinn verstärkt, trotzdem ging das Spiel mit 4:2 verloren.

 

In der Beilsteiner Mannschaft spielten:

Werner Scheufler, Nickel (Sinn), Richard Scheufler, Ulm II (Sinn), Arz (Sinn), Meuser, Rödling, Hanicz, Dietrich, Schmidt, Ulm I (Sinn).

 

 

Zu Ostern 1955 (9. -12. April) stattete der TuSpo dem Sportverein Rietsvogels Almelo den Gegenbesuch ab. 80 Personen waren nach Almelo aufgebrochen.

Das Freundschaftsspiel am 2. Osterfeiertag wurde mit folgenden Spielern ausgetragen: Scheufler, W., Dietermann, Thielmann (Fleisbach) Hammel, Dietrich, Mack (Allendorf), Rödling, Schmidt, Sattler (Fleisbach), Hanicz und Geissler (Eibach).

Trotz der Verstärkungen von anderen Mannschaften gab es wieder eine Niederlage. Das Spiel wurde mit 5:1 verloren.

 

Ab dem 22. Mai 1955 spielte Edwin Schmidt wieder in der 1. Mannschaft des TuSpo. Man war beim VfL Marburg zu Gast. Das Spiel gegen die Reserve von Marburg wurde mit 4:1 Toren verloren. Das Tor für Beilstein erzielte Edwin Schmidt.

 

Bis zur Saison 1959/60 war Edwin Schmidt fast immer in der 1. Mannschaft als Spieler im Einsatz. Nach dieser Zeit hat er nur noch gespielt wenn Spieler gefehlt haben.

 

Sein letztes Spiel in der 1. Mannschaft bestritt Edwin am 27. März 1962.

 

 

 

 

 

Pfingsten 1956

 

Beilstein stand über Pfingsten ganz im Zeichen des Freundschaftsbesuches von 91 Holländern aus Almelo.

 

Der Besuch hatte solch eine Resonanz gefunden, dass sogar der Hessische Rundfunk darüber berichtet hat.

 

 

 

Empfang im Gemeinschaftssaal der neuen Schule. Im Vordergrund Alfred Grün.

              

 

        Bürgermeister Werner Schmidt                  Gerit Kamphuis von den „Rietsvogels“

 

Diese im Bild gezeigten drei Männer haben sich ganz besonders für die Freundschaft der beiden Vereine eingesetzt.

 

 

Viele Briefe von Gerit Kamphuis an Alfred Grün, sind ein Belag für diese tiefe Freundschaft, die damals vorhanden war.

Edwin Schmidt hat diese Begegnungen mit Sicherheit sehr beeindruckt und geprägt.

 

Edwin hat nicht nur sehr viel Zeit als Fußballer für den Verein geopfert, sondern darüber hinaus sich auch im Vorstand engagiert.

 

So war er, wie bereits erwähnt, 1951 für ein Jahr im Spielausschuss. 1956 wurde er in den Jugendausschuss gewählt. 1957 war er Mitglied im Spielausschuss und 1958 für ein Jahr als Beisitzer im Vorstand.

Bei der Jahreshauptversammlung am 17. Januar 1959 wählten ihn die Mitglieder zum Kassenverwalter.

 

Als 1961 die Mitglieder beschlossen ein Jugendheim zu bauen, wie es damals hieß, kam auf Edwin Schmidt eine Menge Arbeit zu. Zumal der Bau doch erheblich teurer wurde als ursprünglich angenommen, musste er mit dafür sorgen, dass die finanziellen Mittel vorhanden waren.

Am 4. August 1962 konnte aber trotz allen Schwierigkeiten Richtfest gefeiert werden.

 

Bei aller Freude darüber, gab es zwei Tage später große Trauer im Verein. Der längjährige Vereinvorsitzende Wilhelm Koob war in Folge eines Unfalles verstorben.

 

Trotzdem musste es ja weiter gehen. Wolfgang Dietermann, damals 2. Vorsitzender leitete nun den Verein. Seit 1958 war er stellvertretender Vorsitzender und das mit 22 Jahren. Er kannte sich daher bestens im Verein aus und hat die auf ihn zukommende Arbeit mit Bravour geschafft.

Er war aber nicht bereit bei der Jahreshauptversammlung als 1. Vorsitzender zu kandidieren. Der Vorstand hatte dann aber einen Kandidaten gefunden der bereit war das Amt zu übernehmen.

Doch es sollte anders kommen. Die Spieler waren mit dem Vorschlag des Vorstandes überhaupt nicht einverstanden. Sie wollten einen ehemaligen Spieler haben, weil sie der Meinung waren, von diesem mehr Hilfe für ihre Belange zu erhalten. Sie machten sehr viel Wahlkampf für ihren Mann und so kam es tatsächlich, dass bei der Jahreshautversammlung am 19. Januar 1963 Edwin Schmidt zum Vorsitzenden des TuSpo gewählt wurde.

 

Gleichzeitig wählten die Mitglieder Erwin Schenk zum Kassenverwalter, der diese Arbeit in vorbildlicher Art und Weise und mit großem Engagement bis zum Jahr 1972 ausgeübt hat. Im Jahr 1976 hat er wieder für 6 Jahre das Amt übernommen. Danach war Erwin von 1982 – 1990 als stellvertretender Kassenverwalter im Vorstand tätig.

Auch unter dem Vorsitzenden Edwin Schmidt wurden die freundschaftlichen Beziehungen zu dem Fußballverein aus Almelo weiter fortgeführt. Vom 23. – 26. August 1963 waren sie wieder in Beilstein zu Gast. Es war schon die 7. Begegnung.

 

 

Zum Zeichen der Freundschaft überreichen die Holländer das Symbol ihres Landes, eine Windmühle aus Porzellan, an Edwin Schmidt.

 

Auch dieses Mal wurde wieder ein Freundschaftsspiel ausgetragen. Spielerisch waren die Spieler des AVC „Rietsvogels“ Almelo, trotz Verstärkungen auf Seiten des TuSpo, weit überlegen. Bisher mussten stets Niederlagen in Kauf genommen werden. In diesem Jahr hatten die Niederländer die „Dritte Garnitur“ geschickt, damit die Beilsteiner nicht wieder verlieren mussten. So kam es auch, dass der TuSpo mit 5:1 seinen Gast schlagen konnte.

Abends traf man sich in der Gaststätte Held zu einem gemütlichen Beisammensein, um alte Erinnerungen auszutauschen. Es waren auch wieder einige junge Leute aus den Niederlanden zum ersten Mal in Beilstein. Die Beilsteiner zeigten sich darüber besonders erfreut, da hiermit der Personenkreis immer weiter ausgedehnt wird, den der Freundschaftspakt umschließt.

 

 

 

Januar 1964

 

Der TuSpo „Nassau“ Beilstein beantragt bei der Gemeinde einen Zuschuss zur Finanzierung des Sportheimes.

 

Bild vom 11. März 1964

 

 

 

Am 1. und 2. August 1964 wurde das neue Sportheim seiner Bestimmung übergeben. Edwin Schmidt war stolz und glücklich, dass dies gelungen ist. Sicherlich hat sich Edwin auch hierbei sehr stark engagiert.

 

Am Samstagabend gab es eine große Feier im Sportheim und am Sonntag ging ein Turnier über die Bühne.

 

 

Der Verein hat hier Großes geleistet.

 

Die Gesamtkosten betrugen: 72.927.08 DM

 

Eigenleistung des Vereins: 4.169 Stunden

 

 

 

 

Im Jahr 1965 wurde dann noch eine zusätzliche Umkleidekabine gebaut.

 

 

 

 

 

Pfingsten 1964

 

Eine Damenmannschaft spielt gegen die Alten Herren des TuSpo

 

Einige Frauen der Gymnastikgruppe hatten 1964 die Idee auch einmal ein Fußballspiel auszutragen. So kam auch eine Mannschaft zu Stande, die von Waldemar Rödling trainiert wurde. An Pfingsten 1964 war es dann so weit. Die „Alten Herren“ des TuSpo waren bereit gegen sie zu spielen.

 

Da bei den Beilsteiner Frauen eine Spielerin ausgefallen war, sprang ein Holländer ein, der bei Wolfgang und Ursela Dietermann zu Besuch war. Die Brüste wurden ausgestopft und auf dem Kopf trug er ein Kopftuch.

 

Wie das Spiel ausgegangen ist, konnte leider nicht mehr in Erfahrung gebracht werden, das war wahrscheinlich auch nicht so wichtig.

 

 

 

 

Hintere Reihe, v. l.: Waldemar Rödling, Inge Pospiech, Holländer,

Ursula Dietermann, Hella Thorn, Hannelore Scheufler (Knetsch), Betti Schauß,

Ursula Bernhardt, Ingrid Thorn (Stockenhofen),

Vorne: Lisa Scheufler, Hilde Schmidt und Marlis Rödling.

 

Hintere Reihe v. l. : Alfred Dietermann, Erwin Schnell, Arnold Peter,

Bernhardt Zachow, Paul Reppin, Walter Hammel, Willi Heuser, Richard Schnell, Erich Schauß, Willi Dietermann und Helmut Ernst.

 

 

 

 

 

Die beiden Mannschaften vor dem Anpfiff.

Ganz rechts der Vorsitzende des TuSpo, Edwin Schmidt.

 

 

Mannschaft 1964

.Hintere Reihe von links nach rechts: Edwin Schmidt (Vorsitzender),

 Adolf Sedlaczek, Emil Schenk, Hans - Joachim Hartmann, Kurt Schenk,

Hermann Machatschek, Karl-Heinz Dietermann (Spielausschuss).

Mittlere Reihe: Hans-Dieter Kunz, Ewald Hammel und Hermann Götzler.

Vordere Reihe: Kurt Benner, Siegfried Dagne und Herbert Zenzinger.

 

 

 

 

Einen gelungenen Familienabend veranstaltete der Turn- und Sportverein am 3. März 1966 im Sportheim. Edwin Schmidt übernahm die Ansage des Abends und unterhielt die Gäste mit kleinen Anekdoten und Späßen zur Zufriedenheit aller Gäste. Heimatdichter Alfred Dietermann hatte eigens zu diesem Treffen einige Verse zusammengestellt, welche ebenfalls sehr viel Anklang fanden.

 

Edwin Schmidt war ein sehr humorvoller, auch immer zu Späßen aufgelegter Mensch. Bei seinen vielen Anekdoten die er erzählte, kam manchmal bei seinen Zuhörern aber auch Skepsis auf ob das alles so stimmte, was er erzählte.

 

In den 60zigerJahren wurde auch eine sehr gute Jugendarbeit geleistet.

Gerhard Dietermann schrieb dazu 1995 in der Festschrift: Nicht zu vergessen die gute Jugendarbeit von Gerhard Guth, Rudi Schauß und Walter Frank. Sie trug jetzt Früchte. Spieler wie Armin Hild, Harald Frank, Hans – Peter Schmidt, Bernd Schenk und Eberhard Jung wurden Stammspieler der 1. Mannschaft.

Walter Frank kam nach dem Krieg als Flüchtling nach Beilstein. Ab der Saison 1946/47 spielte er in der 1.Mannschaft und war für diese eine große Verstärkung.

 

Als Jugendtrainer vermittelt er sein Können und Wissen an die Jugendlichen weiter.

 

 

Der Fußballer Walter Frank

 

 

 

 

Walter Frank mit seinen Kindern, links Harald und rechts Ingelore.

Harald hatte das Talent von seinem Vater geerbt, leider ist er am 9. Oktober 1972 mit 18 Jahren an den Folgen eines von ihm nicht verschuldeten Autounfalls verstorben.

 

C – Jugend vor dem Spiel gegen Eibach

 

 

Hintere Reihe von links: Jürgen Germann, Harald Frank, Uwe Knetsch, Arno Schenk, Engelbert Stahl, Benno Eckert und Walter Frank.

Zweite Reihe: Volker Schauß, Heinz-Peter Neufeld, Joachim Stahl

und Hans-Peter Schmidt.

Vorne: Bernd Schenk und Dieter Fuhrländer.

 

 

 

In den 60er Jahren gab es auch eine enge Freundschaft mit der 3. Kompanie des PzGrenBtl 131 in Wetzlar.

 

 

 

„Nicht für Ruhm, noch für Geld sind Sonntag für Sonntag und auch an vielen Werktagen viele Helfer auf den heimischen Sportfeldern neben ihren Akteuren zu sehen!“ Diese Feststellung traf Edwin Schmidt bei der Jahreshauptversammlung am 3. März 1967. Er hob die rein ideellen Gesichtspunkte bei dem Breitensport der kleinen Sportvereine hervor. Dank einer intensiven Jugendarbeit sei Beilstein zwischenzeitlich auf einem relativ hohen Niveau angekommen. Dieses zu halten und weiter auszubauen sei Aufgabe der nächsten Zukunft.

Unter dem Vorsitzenden Edwin Schmidt wurde im Jahr 1967 eine Volkstanzgruppe gegründet. Leiterin war damals Thea Strack.

 

 

Den größten sportlichen Erfolg in seiner Zeit als Vorsitzender war für Edwin Schmidt im Jahr 1970 als die 1. Mannschaft die Meisterschaft errang. An diesem Erfolg hat sicherlich auch Edwin ein Teil dazu beigetragen.

 

 

 

1970 Der TuSpo „Nassau“ ist Meister

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein großes Ereignis war für Edwin Schmidt die Feier zum 50. Jubiläum des TuSpo „Nassau“ Beilstein vom 3. – 5. Juli 1970.

 

 

Vom 31. Mai – 3. Juni 1973 war wieder ein holländischer Verein in Beilstein zu Gast.

 

Gerhard Dietermann schreibt in der Chronik: Die Sportfreunde aus Vreeswijk erwiesen sich als wahre Meister der Fröhlichkeit. Leider war es uns nicht möglich ein Freundschaftsspiel auszutragen. Dafür sprangen die 1. Mannschaft und die Damenmannschaft von Donsbach ein. Damit fand eine Premiere in Beilstein statt. Das erste Damenfußballspiel war am 2. Juni 1973.

 

 

 

V. l. Leiter der Reisegruppe aus Vreeswijk, Jan Saurens, TuSpo Vorsitzender Edwin Schmidt, Gerhardt Dietermann und

Vorsitzender der Gemeindevertretung Erich Koob.

 

 

Der TuSpo „Nassau“ Beilstein wurde Kreispokalsieger 1972

 

Einen weiteren großen sportlichen Erfolg für den TuSpo gab es 1972. Am 2. Weihnachtsfeiertag bezwang unsere Mannschaft den Gruppenligisten und haushohen Favoriten Dillenburg, in Herborn vor 1.500 Zuschauern mit 2:1 Toren.

 

 

 

Peter Müller (rechts) und Günter Metz(Dillenburg) beim Kampf um den Ball.

Ein weiterer sportlicher Höhepunkt für Edwin Schmidt, in seiner Zeit als Vorsitzender, war das Spiel um den Hessenpokal am 31. März 1973 gegen Bottenhorn in Beilstein.

 

Aus der Chronik: Vor einer imponierenden Zuschauerkulisse von 1500 Leuten rollte ein Spiel ab, das den heimischen Fans noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Die Beilsteiner Mannschaft lieferte ein großes Spiel und nur durch großes Schusspech konnte Bottenhorn nicht geschlagen auf die Heimreise geschickt werden.

 

 

 

Die Saison 1972/73 lief hervorragend für den TuSpo. Ein großen Anteil an diesen Erfolgen hatte, Trainer Hartmut Oehlenschläger, Kapitän Gerhard Dietermann und die beiden Torjäger Wolfgang Schauß und Walter Link.

Im Oktober 1973 stand in der Dill – Zeitung unter der Überschrift: Kassenhäuschen am Sportplatz fertig gestellt

 

Dazu gibt es eine schöne Geschichte zu erzählen.

Im Jahr 1973 beschloss der Vorstand des TuSpo „Nassau“ Beilstein ein Kassiererhäuschen zu bauen. Das war ja auch eigentlich keine große Sache. Vier Wände hochziehen, Dach drauf und fertig ist die Geschichte.

 

Mit großem Eifer und Engagement wurde losgelegt. Nun eines hatte man vergessen, nämlich eine Baugenehmigung hierfür einzureichen. Es kam wie es kommen musste, bei dem Landratsamt in Dillenburg ging eine Anzeige ein. Die Baubehörde verfügte einen Baustopp und teilte dies schriftlich der Gemeindeverwaltung in Beilstein mit.

 

Edwin Schmidt war ja auch noch politisch tätig und damals in Beilstein im Gemeindevorstand.

 

Als der Brief in Beilstein auf dem Bürgermeisteramt einging, war der Bürgermeister Erhard Hartmann gerade in Urlaub und wurde von Edwin Schmidt vertreten. Edwin nahm den Brief und legte ihn zur Seite. Er ahnte schon um was es ging, informierte die Sportkameraden die am mauern waren. „Wenn de Hortmann werre do is muss des Häuschen fertig sein“, so seine Ansage.

 

Nach dem Urlaub nahm Erhard Hartmann die Amtsgeschäfte wieder auf,  und als die Baubehörde nachfragte was es mit dem Baustopp gegeben hat, hatte er von dem Vorgang ja keine Ahnung. Auf Nachfrage bei Edwin Schmidt ob ein Brief von der Baubehörde gekommen sei, ant-wortete dieser: „Ach du großer Gott, stimmt ja, ich weiß gar nicht wo ich diesen hingelegt habe, tut mir leid“.

 

Erhard Hartmann ehemals Spieler vom TuSpo und auch schon mal im Vorstand tätig, hat diese Angelegenheit dann aus der Welt geschafft.

 

An dieser Geschichte kann man erkennen, was der TuSpo „Nassau“ für  Edwin Schmidt bedeutet hat.

 

Als seine Tochter Margit Kuntz diese Zeilen gelesen hat, kam es ganz spontan aus ihr heraus: „Ja so war er, der Sportverein war ganz, ganz wichtig für Ihn.“

 

Der TuSpo „Nassau“ Beilstein hat Edwin Schmidt sehr viel zu verdanken.

 

60 Jahre TuSpo „Nassau“ Beilstein 1980

Links: Landrat Karl Rehrmann, rechts Bürgermeister Erhard Hartmann, daneben seine Tochter Gabriele, dahinter Else Hartmann.

 

 

 

 

 

 

Bei der Jahreshauptversammlung am 6. Juli 1973 trat Edwin Schmidt aus persönlichen Gründen zurück. Zum 1. Vorsitzenden wurde Erich Koob gewählt.

 

Nach seiner Zeit als Vorsitzender beim TuSpo war Edwin Schmidt noch lange Jahre im Vorstand des neugegründeten Beilsteiner Vogelschutzvereines, jetzt NABU, Ortsgruppe Beilstein. Er war hier verantwortlich für die Kassengeschäfte.

 

 

Anlässlich zum 75. Jubiläum 1995 wurde Edwin Schmidt zum Ehrenmitglied des Turn- und Sportverein „Nassau“ Beilstein ernannt.

 

 

 

 

 

 

Quellen: Chronik TuSpo „Nassau“ Beilstein

                        Dill – Zeitung, Herborner Tageblatt

                   Private Fotos

Zuletzt geändert am: 21.06.2017 um 13:50

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