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Richard und Werner Scheufler zwei weitere Tuspo Legenden auf unserer Homepage

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Richard und Werner Scheufler, zwei Brüder mit einer großen Leidenschaft für den Fußball

 

Richard Scheufler                                         Werner Scheufler

 

Geboren:    5. Oktober 1918                          Geboren: 31. Januar 1928

 Gestorben:    9. April 2000                                                                          

 

 

Richard Scheufler hat bereits 1933 in der Jugend Fußball gespielt.

Durch den Krieg war es mit dem Fußball dann vorbei und Richard wurde eingezogen.

 

Die Beilsteiner Fußballer waren am Sonntag, den 12. August 1945 auf einem Turnier in Ehringshausen. Richard war gerade erst am Dienstag aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrt, als er das hörte, gab es für ihn kein Halten mehr, er lief zu Fuß nach Greifenstein und fuhr dann mit der Mannschaft auf einem Lkw nach Ehringshausen.

 

Richard und Werner Scheufler waren beim Neubeginn der Fußballmannschaft von Anfang an dabei. Immer wieder kann man in der Chronik lesen Richard und Werner Scheufler zählten zu den besten Spielern.

Richard spielte im Sturm und hat so manches Tor für den TuSpo erzielt.

Sein Bruder Werner war im Tor und zählte zu den besten Torhütern in der Klasse.

Richard war immer mit Leib und Seile und voller Leidenschaft dabei. Ungerechtigkeiten konnte er nicht leiden. So konnte es auch schon einmal vorkommen, dass er dem Schiedsrichter gehörig den Marsch geblasen hat. So auch am 24. November 1946 in Beilstein, im Spiel gegen Oberndorf, das mit 6:1 verloren wurde und Richard wegen Schiedsrichterbeeidigung vom Platz gestellt wurde.

 

Alfred Grün schreibt dazu in der Chronik: Das letzte Spiel in der Vorrunde ging unverdient verloren. Die Hauptschuld hatte hierbei der Schiedsrichter Volkwein, Biskirchen, der sehr mäßig leitete. Bedauerlicherweise wurde Richard Scheufler wegen einer Schiedsrichterbeleidigung vom Platz gestellt.

 

Wenn Bruder Richard in Gefahr ist, dann ist natürlich Werner zur Stelle, der als Zuschauer auf dem Platz war, um ihm beizustehen.

Richard hat sein letztes Spiel in der 1. Mannschaft am 5. Dezember 1959 ausgetragen. Er hat seine Karriere als Stürmer begonnen und als Verteidiger beendet.

Da gab es hinten kein „Grüß Gott“ und bei den gegnerischen Stürmern war er sehr gefürchtet.

 

Danach hat er noch ein Jahr in der 2. Mannschaft gespielt und das mit 42 Jahren.

 

Für Richard Scheufler war Fußball wirklich seine große Leidenschaft.

 

Seine Frau Emmi erzählt: „Meiner war schon richtig fußballverrückt. Manchmal hatte ich den Eindruck Fußball war ihm wichtiger wie seine eigene Familie. Die Taufe von Hannelore musste wegen dem Fußball immer wieder verschoben werden. Eigentlich gab es nach dem Krieg doch Wichtigeres als Fußball. Geld war fast keins vorhanden, die Not war schon groß. Alfred Grün hat dafür gesorgt, dass wir einen Ofen erhielten und heizen konnten.

Damit Richard schnell Arbeit bekam, wurde er von der Gemeinde als Kuhhirte angestellt. In hohen Stiefeln hat er seinen Dienst verrichtet. Durch die Hilfe von Alfred Grün bekam Richard dann vernünftige Schuhe.

Die Kühe mussten natürlich auch sonntags gehütet werden. Aber sonntags wurde auch Fußball gespielt. Richard ist dann von seinen Fußballkameraden zum Spiel abgeholt worden und Adolf Grün hat seine Aufgabe übernommen.

Wenn es auswärts zu den Spielen ging konnte Richard gerade mal seinen Obolus für die Fahrten begleichen und sich ein Bier leisten. Es gab aber auch damals schon Gönner die den Spielern einen ausgegeben haben“.

 

Trotz seiner großen Leidenschaft zum Fußball wurde seine Familie von ihm nicht vergessen. Er war ein guter Familienvater.

 

Emmi Scheufler hatte großes Verständnis für das Hobby ihres Mannes.

Auch war sie dem Verein sehr angetan und hat mitgeholfen, wenn sie gebraucht wurde. Die Trikots der 1. und 2. Mannschaft wurden von ihr dreizehn Jahre gewaschen und in Ordnung gehalten.

So übertragen sich die Dinge über Generationen, der Urenkel Julian ist heute als Spielausschussmitglied tätig. 

1.Mannschaft des TuSpo „Nassau“ Beilstein im Jahr 1953

Erste Reihe von Links: Wolfgang Dietermann, Werner Scheufler und Richard Scheufler

Mitte: Heinz Meuser, Fred Dietrich und Waldemar Rödling

Hintere Reihe: Walter Frank, Karl-Heinz Dietermann, Karl-Heinz Hanicz, Edwin Schmidt und Manfred Pfeiffer

 

Links: Richard Scheufler, rechts Alfred Grün und der damalige Bürgermeister Werner Schmidt

 

 

Nicht nur beim TuSpo war Richard aktiv. Hier auf dem Bild als Spieler der Werksmannschaft  Schmalburg beim Wimpeltausch mit Werner Fuhrländer von der Werksmannschaft Berkenhoff und Drebes(Beilstein)

Links im Bild Irmfried Benner

 

Neben dem Fußball hat sich Richard gleich zu Beginn der Neugründung des Vereins im Vorstand engagiert. Bereits 1945 war er Gerätewart.

1950 wird Richard Scheufler die Ehrennadel des Landessportbundes für besondere Verdienste um den heimischen Sport verliehen.

1952 wählten die Mitglieder in der Generalversammlung Richard zum Zeugwart. Diesen Vorstandsposten wurde von ihm mehrere Jahre ausgeführt.

Ihm Spielausschuss war er 1954 für ein Jahr.

Beim Familienabend am 21. Februar 1959 wurde Richard Scheufler für 25-jährige Treue als aktiver Spieler geehrt. Er erhielt ein Bild und Blumen.

Von 1959 - 1968 hat Richard Scheufler als Beisitzer im Vorstand mitgewirkt.

Aber auch bei Arbeitseinsätzen hat sich Richard mit einem großen Engagement beteiligt. So unter anderem beim Sportplatzbau 1954. In der Chronik steht geschrieben: Beim Sportplatzbau hat sich Richard Scheufler besonders hervorgetan.

Im Jahr 1960 werden Rohre in den Ulmbach gelegt. Richard Scheufler, Alfred Dietermann und Karl-Heinz Dietermann waren die Mitglieder die sich sehr engagiert haben.

Beim Bau des Sportheims 1961-1963 waren Richard und Werner mit von der Partie. Viele Arbeitsstunden wurden von Werner hier geleistet.

Bis ins hohe Alter hat Richard Scheufler die Heimspiele des TuSpo besucht.

Der Name Werner Scheufler wird immer mit der Meisterschaft 1970 verbunden sein. Zusammen mit dem damaligen Trainer Herrmann Götzler hat er die Mannschaft geformt und zur Meisterschaft geführt.

 

 

Werner Scheufler und Hermann Götzler fahren mit der Kutsche beim Festzug 50 Jahre TuSpo „Nassau“ durch Beilstein

 

Wie bereits schon erwähnt war Werner Scheufler bei der Neugründung des Vereins als Spieler sofort dabei. Er hat in der 1. Mannschaft als Torwart seinen Mann gestanden und das mit ganzer Kraft und großem Ergeiz. Auch war er als Elfmeterkiller bekannt.

 

Am 16. November 1952 war Werner dabei, als die 1.Mannschaft auf der Fahrt zum Spiel nach Dollar, in Wallendorf verunglückte. Er erlitt Verletzungen an Gesicht und Händen. Da sehr viele Spieler schwer verletzt wurden, unter anderem auch der 1. Vorsitzende Wilhelm Koob, wurde der Spielbetrieb vorerst eingestellt.

Am 22. Februar 1953 ging der Spielbetrieb dann weiter. Auch Werner Scheufler war wieder dabei.

 

Am 11. September 1960 hat Werner sein letztes Spiel in der 1. Mannschaft bestritten.

 

Danach war aber mit dem Fußball noch lange nicht Schluss. In der Altenherren-Mannschaft ging es dann weiter.

 

Richard und Werner hatten noch einen Bruder, den Ernst Scheufler, der 1916 geboren wurde. Er spielte ebenso wie seine beiden Brüder in der Jugend. Werner ist sogar der Meinung, dass er der talentiertere von ihnen war. Leider ist er sehr früh verstorben. Beim Holzschneiden hat er einen Stromschlag erlitten.

 

Genau wie sein Bruder Richard hat Werner schon sehr früh Verantwortung im Vorstand übernommen. Seine Tätigkeit begann 1948 im Kulturausschuss.

 

1951 war er Beisitzer im Vorstand. Fünf Jahre, von 1954 – 1959 wurde von ihm die Kasse des Vereins verwaltet. Außerdem hat er 1954 für ein Jahr im Spielausschuss mitgearbeitet.

 

Von 1961 bis 1962 war er Jugendleiter vom TuSpo.

 

Eine große Aufgabe hatte er dann ab 1961 im Spielausschuss, die er mit einem Jahr Unterbrechung, 1968 war er Beisitzer im Vorstand, bis 1973

zu bewältigen.

 

Mit großer Leidenschaft und Bravour hat er dies geschafft. Sein Ziel war es eine starke Mannschaft aufzubauen, das lies er auch nicht aus den Augen. Immer wieder hat er sich auf auswärtigen Plätzen umgeschaut, wo Spieler sind, die zum TuSpo passen.

Werner hat auch große Diskussionen mit den Trainern geführt, wenn er der Meinung war ein Spieler spiele auf der falschen Position.

 

Alle Mühen und Arbeit wurden dann 1970 mit der Meisterschaft belohnt. Einen ganz großen Anteil an diesem Erfolg ist auf seine Arbeit zurückzuführen.

 

Hermann Götzler (Übungsleiter), Gerhard Dietermann, Gerhard Schnell, Wolfgang Dietrich, Emil Schenk, Peter Müller, Wolfgang Schauß, Heinz Adomeit, Walter Link, Jürgen Kramer, Armin Hild, Freimut Heuser, Adolf Sedlaczek, Werner Scheufler (Spielausschussvorsitzender)

 

Die Meistermannschaft mit Werner Scheufler

Werner Scheufler, Arno Peter,  Heinz Unzeitig, Hans-Dieter Kunz, Kurt Schenk, Dieter Zenzinger, Jürgen Frech, Siegfried Hermann

Kniend: Georg Kunz, Peter Zimmermann, Siegfried Dagne, Herbert Zenzinger und Wolfgang Sahm

 

Die 2. Mannschaft im Jahr 1970 mit Werner Scheufler

 

Werner Scheufler hat die Spieler immer wieder angespornt. Es war schon sehr imposant wenn man ihm zugehört hat.

Als Werner mit einem Spieler sprach das nächste Spiel müsse unbedingt gewonnen werden und der Spieler ihm dann erwidert hat, es sei doch nur ein Spiel, da ist Werner fast ausgeflippt.

 

Im Jahr 1975 wurde er noch einmal zum Spielausschussvorsitzenden gewählt. Danach stand er aber für diesen Posten nicht mehr zur Verfügung.

 

1976 wählten in die Mitglieder in den erweiterten Vorstand.

 

Danach zog er sich vom Vereinsgeschehen zurück.

 

Wenn man heute Werner Scheufler zuhört vergeht die Zeit wie im Fluge, bei all den spannenden Geschichten die er erzählen kann. Der Mann hat noch ein sehr gutes Gedächtnis. Wenn er erzählt spürt man so richtig mit welcher Leidenschaft er beim TuSpo mitgewirkt hat. Eigentlich müsste dies alles festgehalten werden.

 

Von drei Geschichten will ich hier berichten:

 

Fred Dietrich aus Merkenbach hatte eine Braut in Beilstein. Er spielte in Merkenbach Fußball in einer sehr guten Mannschaft.

Werner Scheufler und auch andere Spieler haben ihn immer wieder bekniet, er solle doch in Beilstein Fußball spielen. Fred hat dann den Beilsteinern eine Wette angeboten. Bei einem Spiel der 1. Mannschaft gegen die 1. Mannschaft von Merkenbach würde er bei einem Sieg von Beilstein wechseln. Da Merkenbach damals die bessere Mannschaft hatte, konnte er sich nicht vorstellen, dass Beilstein gewinnt.

Kurz vor Ende des Spieles stand es 2:1 für Beilstein. Dann bekam Merkenbach einen Elfmeter zugesprochen. Natürlich wollte Fred Dietrich diesen sicher verwanden. Aber Werner Scheufler im Beilsteiner Tor, der ja auch schon so manchen Elfer gehalten hat, hatte etwas dagegen und hat auch dieses mal ein Tor verhindert. Fred hat sein Wort gehalten und kam nach Beilstein. Für die Beilsteiner Fußballer war dieser Wechsel aber mit viel Arbeit verbunden.

Damit Fred pünktlich zum Spiel anwesend war, mussten sie oft vorher noch nach Merkenbach fahren und Heu oder Getreide abladen.

 

In der Mitte: Fred Dietrich, rechts Wolfgang Dietermann und links Alfred Grün

Ganz rechts am Bildrand Werner Scheufler,

und links mit Hut und heller Jacke Hubert Unzeitig

Bild von 1954 bei der Sportplatzeinweihung

 

Alfred Hemann war bei der Neugründung Vereins 1945 schon Mitglied.

Als er eine Frau von Greifenstein geheiratet hat, ist er auch dorthin gezogen. Trotz aller Bemühungen der Greifensteiner ihn in die dortige Mannschaft zu holen, hatten sie keinen Erfolg. Er ist seinem TuSpo treu geblieben.

Leider ist er viel zu früh bei einem Fahrradunfall ums Leben gekommen.

Die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft sowie auch die Jugend-spieler, alle im Trikot, und sehr viele Beilsteiner haben ihm bei seiner Beerdigung in Greifenstein die letzte Ehre erwiesen.

Seine Schwester Maria aus Beilstein hat dann sein Grab gepflegt und immer orange und blaue Blumen gepflanzt.

 

Im Jahr 1965 kam Gottfried Bickel als Pfarrer nach Beilstein. Als er bei Werner Scheufler nachfragte ob er in Beilstein Fußball spielen könne, hat er ihm geraden doch in der Alten Herrenmannschaft zu spielen. Gesagt getan, der Pfarrer spielte nun in der Mannschaft. Vielen im Kirchenvorstand hat das damals überhaupt nicht gepasst.

Bei einem Spiel in Sinn hat Werner Scheufler beim Stande von 2:1 für Beilstein einen Elfmeter gehalten.

Am nächsten Sonntag hat Pfarrer Bickel dieses Ereignis in seine Predigt eingebaut.

Für viele Gottesdienstbesucher damals unmöglich.

Seine Amtszeit in Beilstein dauerte nur zwei Jahre.

 

 Die Alten Herren.

Vordere Reihe von Links: Edwin Schmidt, Werner Scheufler, Kurt Benner und Pfarrer Bickel

Hintere Reihe: Walter Frank, Norbert Grün, Helmut Wilhelm, Waldemar Rödling

Erwin Jung, Werner Peusch und Karl-Heinrich Schmidt

 

Zuletzt geändert am: 13.02.2017 um 11:03

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