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Presseecho auf die Preisverleihung "Sterne des Sports 2017"

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Herausragendes Engagement

 
Kinder und Umwelt – mit diesen Themen haben die Vereine bei den Sternen des Sports der Volksbank Mittelhessen die Jury besonders überzeugt. Insgesamt 40 000 Euro hat das Unternehmen bei dem Breitensport-Wettbewerb an die regionalen Vereine ausgeschüttet. Am Donnerstag wurden die Sieger im großen Rahmen gekürt.
 
 
HerausDie Sieger bei den Sternen des Sports: Dr. Lars Witteck (l.) und Silke Haas (r.) von der Volksbank Mittelhessen zeichnen (v. l.) Christian Bonsiep vom Karate-Dojo Lich (2.), Klaus Herrmann vom TuSpo Nassau Beilstein (3.) und Stefanie Buske (1.) vom Reit- und Fahrverein Karben aus; vorne das Licher Nachwuchs-Kata-Team. (Foto: bf)
Die Jury hatte keine leichte Aufgabe. Über 50 Projekte hatten die regionalen Sportvereine eingereicht, um sich für die Sterne des Sports zu bewerben. »Jede einzelne Bewerbung war gut«, sagte Dr. Lars Witteck, der Generalbevollmächtige der Volksbank Mittelhessen, bei der Preisverleihung am Donnerstagabend in Gießen. Der erste Platz ging in diesem Jahr in die Wetterau: Der Reit- und Fahrverein Karben darf sich über 3000 Euro Preisgeld für sein Projekt »Pferdetag für Kindergartenkinder« freuen. Zweiter im von der Volksbank Mittelhessen und dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) ausgelobten Breitensport-Wettbewerb wurde das Karate-Dojo Lich für seine Aktion »Kinder stark machen«, das mit 2500 Euro prämiert wurde. Auf den mit 2000 Euro dotierten dritten Rang setzte die Jury das Projekt »Sportverein rockt die Umwelt« des TuSpo Nassau Beilstein aus dem Sportkreis Wetzlar.
 
Aber auch die anderen Vereinsvertreter unter den 160 geladenen Gästen gingen nicht mit leeren Händen nach Hause. Je nach erreichter Punktzahl erhielten sie eine finanzielle Förderung zwischen 250 und 1500 Euro. Die Bewertung der Projekte erfolgte anhand zahlreicher Kriterien wie dem Vorbildcharakter oder die Auswirkungen auf die Gesellschaft vor Ort.
 
»Sie sind die Stützen einer funktionierenden Gesellschaft«, rief Witteck, der im Forum des Unternehmens im Schiffenberger Tal durch den Abend führte, den Vereinsmitarbeitern bei der unterhaltsamen Veranstaltung zu. Dass sich Vereine um deutlich mehr kümmern, als um ihre Kernsportarten, wurde wieder einmal anhand der vorgestellten Projekte bei dieser achten Auflage der Sterne des Sports deutlich. So auch der Reit- und Fahrverein Karben, dessen »Pferdetag für Kinderkartenkinder« die Jury ganz besonders überzeugte. Aus der Frage: »Wie können wir Kinder an Pferde bringen?« entstand die Idee für die Aktion, erzählte die RuF-Vorsitzende Stefanie Buske. Sie berichtete auch von einer Studie, nach der Pferde entwicklungsfördernden Einfluss auf Kinder haben. Ohnehin ist das Projekt ein Sport-, Umwelt und Lernprojekt für Fünf- bis Sechsjährige. Es geht dabei nicht nur um Bewegung, sondern zum Beispiel auch um Teamfähigkeit, Verantwortung für das Tier und die Wertschätzung der Landwirtschaft und Natur. 90 Kinder aus 17 Kitas waren bislang in diesem Jahr auf der Anlage des 180 Mitglieder fassenden Klubs zu Gast. »Wir werden das Angebot weiter ausbauen«, sagte Buske. »Wir wollen jedem Kind die Möglichkeit geben, diese Erfahrung zu machen.« Deshalb sollen künftig neben Kindergärten auch Grundschulen einbezogen werden. Der Regionalsieger des bronzenen Stern des Sports hat nun auch die Chance auf den silbernen Stern auf Landes- und den goldenen Stern auf Bundesebene.
 
Den Nachwuchs im Blick hat auch das Karate-Dojo Lich, das von der Jury auf den zweiten Platz gesetzt wurde und sich über 2500 Euro Preisgeld freuen darf. Bei dem Projekt »Kinder stark machen!« kooperieren die Licher mit Kindergärten und Vorschulklassen. Die Jungen und Mädchen sollen vor der Einschulung Selbstbewusstsein und Vertrauen in eigene Gefühle und Fähigkeiten bekommen. »Wir schulen die Kinder vor allem in Selbstbehauptung, nicht in Selbstverteidigung«, sagte Christian Bonsiep vom Karate-Dojo. 75 Kinder haben allein in diesem Jahr bei der Aktion mitgemacht. Die jungen Teilnehmer lernen zum Beispiel die richtige Körpersprache, um bei einem Konflikt auf dem Schulhof nicht in eine Opferrolle zu fallen. Zweiter wichtiger Aspekt ist das Verhalten, wenn Kinder von Erwachsenen bedrängt oder belästigt werden. »Das Stärkste, das Kinder dann haben, ist die Sprache«, erklärte Bonsiep. Das Nachwuchs-Kata-Team des Karate-Dojo gab zudem eine beeindruckende Kostprobe des Könnens und trug ebenso wie der »FFH-Dummfrager« Boris Meinzer, der gerade für den deutschen Comedy-Preis nominiert wurde, zur Unterhaltung des Publikums bei.
 
Für sein vielfältiges Engagement für die Umwelt wurde der TuSpo Nassau Beilstein mit dem dritten Platz und 2000 Euro ausgezeichnet. So hat der Klub beispielsweise eine Photovoltaikanlage installiert und ist dabei, seine Flutlichtanlage auf energiesparende LED-Technik umzustellen.
 
Witteck und Regionaldirektorin Silke Haas erklärten, dass die Volksbank Mittelhessen die Vereine in der Region künftig durch verschiedene regelmäßige Förderwettbewerbe unterstützt, die auf der Unternehmens-Homepage vorgestellt werden. Außerdem kündigten sie an, dass im nächsten Jahr zum 160. Geburtstag der Volksbank Mittelhessen 160-mal 1000 Euro an Vereine und Institutionen ausgeschüttet werden – die Bewerbungsfrist läuft noch bis Ende September.
 

Karate-Dojo Lich bei Sterne des Sports auf zweitem Platz bei Regionalentscheid

 
 
Janne Launhardt, Julia Amelie Schneider und Charlotte Wurm vom Karate-Dojo Lich sorgen für eine beeindruckende Unterbrechung der Preisverleihung. Foto: Ben
 
Die Volksbank-Vertreter Lars Witteck (links) und Silke Haas (rechts) mit den Siegern des diesjährigen Förderwettbewerbes Sterne des Sports: (hinten von links) Christian Bonsiep (Karate-Dojo Lich), Klaus Hermann (TuSpo Beilstein) und Stefanie Buske (Reit- und Fahrverein Karben). Vorne drei Mitglieder des Karate-Dojo Lich. Foto: Ben
Von Moritz Scheidel
GIESSEN - Ein lauter Knall. Verursacht durch einen harten Tritt auf den Holzboden. Drei Mädchen haben sich auf der Bühne postiert: Jannne, Julia und Charlotte. Sie tragen einen weißen Mantel, um den Bauch einen schwarzen Gürtel geknotet. Im Gleichklang ertönt aus den drei Kehlen ein Schrei: "Tschii." Die Konzentration ist hoch, die Mimik stoisch. Sie praktizieren Kata, eine Übungsform des Karates. Geschmeidige, technisch anspruchsvolle Bewegungen folgen. Ein imaginärer Kampf, eine Showeinlage. Beeindruckend. Der ein oder andere Zuschauer wähnte sich bestimmt in asiatischen Gefilden.
 
Janne, Julia und Charlotte sind Mitglieder im Verein Karate-Dojo Lich - jenes Ensemble, das bei der Preisverleihung "Sterne des Sports" in Bronze das zweite Treppchen erklomm. Das spült 2500 Euro in die Vereinskasse, ausgeschüttet von der Volksbank Mittelhessen. Dahinter rangierte die TuSpo Nassau Beilstein (1500 Euro), davor der Reit- und Fahrverein Karben (3000 Euro). Seit acht Jahren prämiert die Volksbank Mittelhessen "ehrenamtliches Engagement und aktives Mittun in Sportvereinen", wie Lars Witteck, Vorstand Privatkundengeschäft der Volksbank betonte.
 
Christian Bonsiep, Leistungssportreferent des Hessischen Fachverbandes für Karate, nahm die Auszeichnung stellvertretend für den Licher Karateclub entgegen. Schnell kristallisierte sich heraus, warum der Verein die Jury so überzeugte. Der Plan: Im Kindergarten die Kinder für die Schule vorbereiten. Die Heranwachsenden sollen "nicht gleich in die Opferrolle fallen", sagte Bonsiep. Was freilich nicht heiße, dass ein Faustkampf ausgetragen werden müsse. Im Gegenteil. "Wir sollten den Kindern klarmachen, dass es falsch ist, sich mit Schlägen zu helfen", betonte der Dojo-Repräsentant. Oberste Prämisse sei es, den Kindern Haltung beizubringen. Jene Sensibilisierungs-Maßnahmen trafen diesjährig auf einen hohen Ansturm: 75 Kinder nahmen an dem Projekt teil, das durch einen hohen Sozial- und Präventionscharakter gefällt.
 
Einen ökologischen Akzent besitzt das Projekt des Drittplatzierten TuSpo Nassau Beilstein. Seit 2013 gibt es das Vorhaben. Realisiert wurde schon so einiges, beispielsweise die Umstellung der Flutlichtanlage auf LED. Vorstand Klaus Herrmann frohlockte ob der Auszeichnung und sah den Verein für die Zukunft gut aufgestellt.
 
Ganz oben thront der Reit- und Fahrverein Karben, der sich dadurch automatisch für das Teilnehmerfeld der "Sterne des Sports" in Silber auf Hessenebene qualifizieren konnte. Das Konzept gefiel der Jury am besten. Im Mittelpunkt steht das Verhältnis zwischen Kind und Tier, besonders dem Pferd. Die Kids fungieren hier als führende Instanz, füttern und pflegen. "Sie lernen, Verantwortung zu übernehmen", sagte Stefanie Buske, eine von mehreren Köpfen des Projekts.
 
50 Vereine bewarben sich insgesamt, 40 000 Euro Fördergelder schüttete die Volksbank aus. Eine beachtliche Summe. Der Verwendungszweck, um im Bankjargon zu bleiben: "Wir wollen Danke sagen." Denn alle teilnehmenden Teams, ob nun die DLRG Pohlheim (Platz vier) oder auch der VfB 1900 Gießen, liefern eine Blaupause für Kreativität und Hilfsbereitschaft. "Sie sind die Stützen für eine funktionierende Gesellschaft", resümierte Witteck. Der Sport ließe sich eben nicht nur auf blanke und oberflächliche Ergebnisse, auf Siege oder Niederlagen reduzieren. Er biete auch die Chance, Tugenden wie Fairness, Toleranz oder Teamfähigkeit zu übermitteln. Gleichermaßen verfüge der Sport über einen hohen integrativen Charakter. "Die Integration geschieht vor Ort und nicht durch eine Resolution im Bundestag", sagte Witteck.
 
Die Planer ließen sich für die aktuelle Preisverleihung etwas Ausgeklügeltes einfallen. Im steten Wechsel führten Lars Witteck und FFH-Moderator und Komödiant Boris Meinzer durch die Veranstaltung. Besonders Letzterer strapazierte die Lachmuskeln des Publikums aufs Höchste. Das Tandem bestach mit einer guten Bühnenpräsenz und viel Humor.
 
Je ein letzter Schrei von Janne, Julia und Charlotte. Die Blicke sind weiterhin ernst, die Haare jetzt etwas zerzaust. Wenige Sekunden Stille. Dann wird es wieder laut. Klatschende Hände. Ein Applaus, der nicht nur für die sportlichen Kabinettstückchen der Mädels, sondern auch übergreifend für das soziale Engagement aller teilnehmenden Teams galt.
 
 

 

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