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Spielberichte der 1. Mannschaft

 

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Heimnimbus ade – Offensivschwache Beilsteiner unterliegen Werdorf

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Die Heimserie der SG Beilstein/A./M., die über zwei Jahre ohne Pflichtspielniederlage blieb, ist mit dem heutigen Tag Geschichte. Gegen einen keineswegs übermächtigen, aber cleveren Gegner aus Werdorf unterlag unsere Mannschaft verdient mit 0:2 (0:0). Bezeichnend für das schwache Auftreten der Heimelf in der Offensive war die Tatsache, dass man in den gesamten 90 Minuten keine einzige hochkarätige Torchance herausspielen konnte. Hatte man zuvor wenigstens in der Verteidigung hervorragend gearbeitet, kassierte man im Laufe des zweiten Durchgangs nach einem Eckstoß unnötigerweise das 0:1 und verhalf dem Gast somit auf die Siegerstraße.

Die Geschehnisse der ersten Hälfte der heutigen Partie sind schnell zusammengefasst, denn es passierte so gut wie nichts. Bei regnerischem Wetter tasteten sich beide Teams zunächst einmal ab, doch zu Beginn konnte keiner erwarten, dass dieses Abtasten 45 Minuten dauern sollte.

Die SG Beilstein/A./M. kam vor dem Wechsel nur zu einem einzigen Torschuss, der jedoch überaus harmlos bleiben sollte. Nach einem langen Abschlag von Marvin Schuster bugsierte Ewgenij Huwa das Leder in Richtung des Werdorfer Gehäuses, konnte mit seinem Heber den Gäste-Keeper indes nicht vor Probleme stellen. Diese Annäherung an den gegnerischen Kasten sollte für lange Zeit die letzte gewesen sein.

Doch auch der FC Werdorf wusste vor dem Pausenpfiff keineswegs zu überzeugen und kam seinerseits auch nur zu wenigen Möglichkeiten. Weit über 20 Minuten waren bereits absolviert, als der Gast immerhin einmal gefährlich in den Beilsteiner Sechzehnmeterraum kombinierte, doch nach einem feinen Doppelpass über die linke Seite fand der finale Querpass im Strafraum keinen Abnehmer, sodass das Tor von Marvin Schuster nicht in Gefahr geriet.

Beilstein verteidigte sehr gut, ließ den KOL-erfahrenen Gegner kaum einmal in aussichtsreiche Schusspositionen kommen, opferte dieser Defensivtaktik aber jegliche Angriffsbemühungen. Bezeichnenderweise konnte Werdorf in dieser Phase nur bei Standardsituationen glänzen, doch auch hierbei war das 0:1 in weiter Ferne. So faustete Marvin Schuster zunächst eine Freistoßflanke von der linken Außenbahn aus der Gefahrenzone, auch der spätere Fehlgriff unseres Torstehers, als er eine Ecke nicht entscheidend klären konnte, führte zu keinem Gegentreffer, da Werdorf im Getümmel des Strafraumes nicht zwingend zum Abschluss kam.

Die beste Gelegenheit der Partie ergab sich für die Aßlarer Vorortler kurz vor dem Pausentee, als ein Gäste-Spieler nach einem Beilsteiner Ballverlust weitgehend ungehindert abziehen konnte, das Spielgerät allerdings knapp am rechten Pfosten vorbeizischte.

So blieb es in einem höhepunktarmen und von der Defensive geprägten Spiel beim 0:0-Pausenstand. Dass Beilstein keine eigenen Möglichkeiten generierte, lag insbesondere an der Tatsache, dass man sich nicht spielerisch zu befreien wusste. Zwar stand man hinten sicher, doch etliche Anspiele nach vorne gerieten fehlerhaft oder ungenau und es wurde zu häufig mit langen und hohen Bällen agiert, die für Werdorf leicht zu verteidigen waren, zumal auch die Unterstützung für die überforderten Offensivkräfte fehlte. Beinahe wirkte es so, als wolle kein Beilsteiner Akteur einen Fehler machen, so fahrig und nervös wirkten einige Aktionen.

Ohne die fehlenden Fabrice Reinhardt, Felix Danneberg und den in der Vorwoche überzeugenden Philipp Buschmann mangelte es an Esprit und Ideenreichtum.

Leider sollte sich dies auch nach dem Seitenwechsel nicht ändern. Was sich hingegen änderte, war das Auftreten des Gastes, der nun öfter den Weg nach vorne suchte und die Führung erzwingen wollte, wenngleich nach wir vor nicht auf Biegen und Brechen.

Dennoch stand Marvin Schuster nun vermehrt im Mittelpunkt und musste zunächst einen Flachschuss vom rechten Strafraumeck entschärfen, begrub dieses aber sicher unter sich.

Doch die Werdorfer Versuche näherten sich nun immer mehr dem eigentlichen Ziel an. Zwei gute Gelegenheiten vergab der Gast, weil die Beilsteiner Defensivspieler in letzter Sekunde zu retten wussten. Nach einem Querschläger rollte das Leder an der Fünfmeterraumlinie in Richtung zweiter Pfosten, wo Joshua Sattler gerade noch rechtzeitig mit langem Bein vor dem einschussbereiten Werdorfer Spieler zur Ecke klären konnte. Wenig später war es Nico Langner, der einen Drehschuss eines Gäste-Akteurs im letzten Moment so entscheidend abfälschen konnte, dass Marvin Schuster das aus kurzer Distanz getretene Leder aufnehmen konnte.

Kurz darauf konnte sich der Beilsteiner Keeper abermals auszeichnen, als er per Faustabwehr rettete und im Anschluss eine immer länger werdende Flanke von der rechten Seite über die Latte klatschte.

Doch das 0:1 schien nur eine Frage der Zeit und sollte in Bälde auch fallen: Nach einem Eckstoß von der linken Seite verlängerte ein Werdorfer Spieler das Spielgerät am kurzen Pfosten geschickt nach hinten, wo sich dessen Mannschaftskollege freigestohlen hatte und im Fallen das Leder fast von der Torauslinie unter die Latte drückte – 0:1! Auch wenn dieser Zwischenstand mittlerweile gewiss verdient war, muss sich der Aufsteiger ärgern, das ausgerechnet ein ruhender Ball zum Rückstand führte, denn hätte man hier länger das torlose Remis gehalten, wäre ein Punktgewinn durchaus im Bereich des Möglichen gewesen.

Trotz des Spielstandes blieben die Beilsteiner Bemühungen in der Offensive nach wie vor überschaubar. Auch wenn man unserer Elf den Willen sicher nicht absprechen konnte, fehlte am heutigen Tage schlichtweg die Qualität, um die routinierte Werdorfer Defensive in Bedrängnis zu bringen. Mehr als ein harmloser Schuss von Ali Akman nach einem Freistoß von Otto Hofman war nicht zu notieren.

Auch wenn Werdorf keineswegs ein Angriffsfeuerwerk abbrannte, schien der Gast dem zweiten Treffer näher zu sein als Beilstein dem Ausgleich. Nachdem sich Marvin Schuster soeben noch bei einem weiteren Fernschuss auszeichnen konnte war er eine Viertelstunde vor dem Ende machtlos: Eine Freistoßflanke aus dem Mittelfeld klärte Nico Langner im Kopfballduell mit seinem Gegenspieler zu zentral und vor die Füße eines Werdorfer Akteurs, der aus 14 Metern abzog und in die rechte untere Ecke traf. Unser Schlussmann war zwar abgetaucht und brachte seine Handschuhe noch an den Ball, konnte den Einschlag aber nicht verhindern – 0:2!

Mit diesem Treffer war die Partie entschieden. Immerhin konnte der Hausherr zumindest in einem Spielzug noch einmal zeigen, dass man durchaus über fußballerisches Potential verfügt: Nach einem Ballgewinn von Jonathan Donner leitete Kevin Becker das Leder per Hacke weiter in den Lauf von Dennis Kunz, der – über rechts kommend – seinen Gegenspieler überlief und aus spitzem Winkel hätte abschließen können, stattdessen aber den mitgelaufenen Norman Schuster in der Mitte in Position bringen wollte. Der Werdorfer Torwart hatte diesen Braten jedoch gerochen und konnte das Anspiel verhindern.

In den letzten Minuten verteidigte der Gast den Vorsprung geschickt und hätte gar höher führen können, wenn nicht Marvin Schuster gleich zweimal per spektakulärer Faustabwehr geklärt hätte.

Die Schlussminute hielt noch einen Freistoß von Kevin Becker bereit, der aus 20 Metern den Werdorfer Keeper zu einer kleinen Parade zwang, wenige Momente später beendete der Unparteiische diese Partie.

Die SG Beilstein/A./M. verlässt als verdienter Verlierer die Basaltarena, ein Gefühl, welches man womöglich gar nicht mehr gekannt hatte. Die Gründe für dieses Endresultat sind zur Genüge erwähnt worden, bei einem solchen Spielverlauf hätte ein 0:0 als großer Erfolg gewertet werden müssen. Wer sich keine Chancen erspielt, wird wenige Tore erzielen. Am heutigen Tage siegte diejenige Mannschaft, die die drei Punkte ein wenig mehr wollte. Dabei half Werdorf sicherlich die Erfahrung von etlichen Jahren Fußball in der Kreisoberliga und die Stärke bei Standardsituationen, denn der Treffer zum 0:1 war ohne jeden Zweifel spielentscheidend.

Unsere Elf muss aus dieser Niederlage lernen und die richtigen Schlüsse ziehen. Es bleibt auch zu hoffen, dass sich die personelle Situation bis zum nächsten Wochenende wieder ein wenig entspannt, damit Trainer Rainer Wölfert mehr Möglichkeiten eröffnet werden.

Zuversichtlich für das kommende Spiel am Sonntag, dem 23.08., stimmt zumindest, dass man den Gegner – die SG Kinzenbach II – bereits kennt und beim Hinspiel in der Vorwoche, das eigentlich das Rückspiel war und 2:2 endete, eine gute Figur abgab. Es sollte durchaus im Bereich des Möglichen liegen, den einen oder anderen Zähler aus dem Heuchelheimer Ortsteil zu entführen. Die Begegnung wird um 13:00 Uhr angepfiffen.

Unsere Reserve erwartet am gleichen Tag im Rahmen der Extra-Pokalrunde den ESV Herborn. Anstoß in der Basaltarena ist um 15:00 Uhr.

Für unsere Mannschaft spielten: Marvin Schuster, Viktor Hofman, Constantin Kunz, Nico Langner, Joshua Sattler, Otto Hofman, Jonathan Donner, Evgenij Huwa, Max Freimüller, Kevin Becker, Norman Schuster, Christian Unzeitig, Ali Akman und Dennis Kunz.

 

 

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