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Hall of Fame

 

Hier finden Sie nach und nach alle Helden der Tuspo Vereins Geschichte.

 

 

Hans Dieter Kunz eine der tragenden Säulen in den letzten Jahrzehnten beim Tuspo Nassau Beilstein

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Hans - Dieter Kunz

 

 

Geboren: 26. Juli 1943              Gestorben: 7. Oktober 2016

 

 

Hans - Dieter Kunz war seit dem 1. Januar 1953 Mitglied im Turn- und Sportverein „Nassau“ Beilstein.

 

Mehr als 10 Jahre hat er in unserem Verein Fußball gespielt und 21 Jahre lang war er im Vorstand tätig, davon 4 Jahre als Vorsitzender.

Von der Pieke auf hat er das Fußballhandwerk gelernt. Er spielte schon als Jugendlicher in der D-, C-, und A- Jugend.

 

Sein erstes Spiel in der 1. Mannschaft bestritt Hans - Dieter Kunz am

25. Oktober 1959, mit 16 Jahren, gegen Katzenfurt. Die Mannschaft gewann damals mit 5:3 Toren.

 

Ab dem Spieljahr 1960 war er Stammspieler und aus der Mannschaft nicht mehr wegzudenken. Rank und schlank, wie wir aus den Bildern ersehen können, machte er es, als rechter Läufer, den gegnerischen Spielern schwer sich zu entfalten.

Schlenkerbein“ wie er von seinen Fußballkameraden genannt wurde,

hat zum größten Teil ganz starke Spiele abgeliefert, da er damals ja auch sehr schnell war.

 

Am 28. September 1969 kam Hans - Dieter zum letzten Mal in der ersten Mannschaft zum Einsatz. In dieser Saison kamen ja viele gute neue Spieler, deshalb hat er zu Beginn der Runde auch nur noch ausgeholfen bis alle Neuen an Bord waren.

In der 2. Mannschaft hat er aber noch mehrere Spiele absolviert.

 

 

Die 1. Mannschaft im August 1960.

Von links: Norbert Grün, Emil Schenk, Walter Schmidt, Gerhard Dietermann,

Helmut Wilhelm, Hans - Dieter Kunz, Siegfried Hermann, Adolf Sedlaczek,

Walter Hammel, Erwin Elsner, Franz Sedlaczek,

Karl - Heinz Dietermann (Spielausschussobmann).

 

 

Mannschaft von 1964.

Edwin Schmidt (Vorsitzender), Adolf Sedlaczek, Emil Schenk, Hermann Machatschek, Karl - Heinz Dietermann (Spielausschuss).

Mittlere Reihe: Hans - Dieter Kunz, Ewald Hammel, Hermann Götzler.

Vordere Reihe: Kurt Benner, Siegfried Dagne und Herbert Zenzinger.

25. Juli 1965 Turnier in Driedorf

 

 

Die Mannschaft gewinnt den Westerwaldpokal.

Hintere Reihe v. l. : Kurt Köpke, Gerhard Dietermann, Emil Schenk,

Hans - Joachim Hartmann, Adolf Sedlaczek und Kurt Schenk.

Mittlere Reihe: Hermann Machatschek, Ewald Hammel, Hans - Dieter Kunz.

Vordere Reihe: Kurt Benner, Gerhard Schnell und Herbert Zenzinger.

 

 

 

Weihnachtsfeier beim TuSpo.

Von links: Dieter Zenzinger, Norbert Stahl, Herbert Zenzinger, Peter Zimmermann,

Erwin Elsner, Hans – Dieter Kunz und Adolf Sedlaczek.

 

Die 2. Mannschaft im Jubiläumsjahr 1970.

Von links, hintere Reihe: Werner Scheufler (Spielausschussvorsitzender),

Arno Peter, Heinz Unzeitig, Hans - Dieter Kunz, Kurt Schenk, Dieter Zenzinger, Jürgen Frech, Siegfried Hermann.

Vordere Reihe: Georg Kuntz, Peter Zimmermann, Siegfried Dagne,

Herbert Zenzinger und Wolfgang Sahm.

 

Festzug 1970: 50 Jahre TuSpo „Nassau“

 

 

Von links: Georg Kuntz, Hans Dieter Kunz, Siegfried Herrmann,

Gerhard Dietermann und Walter Link.

Bei der Jahreshauptversammlung am 6. Juli 1973 wurde Hans-Dieter Kunz als Beisitzer in den Vorstand gewählt und am 2. August 1974 begann seine Karriere als stellvertretender Vorsitzender. Dieses Amt hatte er bis 1980 und von 1982 – 1984 inne.

Bei der Jahreshauptversammlung 1980 sollten zwei stellvertretende Vorsitzende gewählt werden, aber man hatte vergessen dies auch dem Hans-Dieter Kunz mitzuteilen. Bei der Abstimmung zog er dann seine Kandidatur zurück. Er war der Meinung es gäbe zwei Vorschläge für den einen Posten.

 

Alfred Grün schreibt dazu in der Chronik: „Anmerkung: Es sei hier nochmals festzuhalten, dass dieses Missgeschick auf menschliches Versagen, nicht aber auf einen Affront gegen Hans - Dieter Kunz zurückzuführen ist. Die Verärgerung des verdienten und geschätzten Sportkameraden H.-D. Kunz war berechtigt“.

 

Am 30. September 1983 trat Bernd Stelzner, der 1982 Erich Koob

abgelöst hatte, als Vorsitzender zurück.

Für H - D. Kunz war sofort klar, dass er die Amtsgeschäfte als Vorsitzen-der übernehmen musste.

Am 15. Januar 1984 wurde er dann offiziell zum 1. Vorsitzenden gewählt.

 

 

 

 

 

 

Walter Reeh aus Münchhausen

stößt mit Hans – Dieter auf den 1. Vorsitzenden an.

Die Amtsgeschäfte von Hans - Dieter Kunz standen von Anfang an unter keinem guten Stern, der Verein hatte einfach zu viele Baustellen.

Im sportlichen Bereich lief es überhaupt nicht rund. So trennte sich der Verein am 1. April 1984  von dem damaligen Trainer Werner Hofmann. Zwischen Spielausschuss und Trainer war das Band total zerrissen. Bereits im Herbst 1983 gab es schon Differenzen, die damals noch einmal ausgeräumt werden konnten.

Hans - Dieter Kunz hatte mit Gerhard Schmidt sehr schnell einen neuen Trainer gefunden, der die Mannschaft dann auch vor dem Abstieg gerettet hat.

 

 

Spieljahr 1983/84

 

 

 

 

Die Abwasserentsorgung im Sportheim war mehr als mangelhaft, es hat richtig gestunken. Von Vereinsseite wurde alles unternommen um Abhilfe zu schaffen. So hat man sogar neue Rohre verlegt, aber der Gestank blieb. Es gab sehr viele Gespräche mit der Gemeinde, bis dann endlich der Kanal aufgebaggert wurde, der total zu war.

 

 

 

22. auf 23. November 1984

 

In der Nacht wurde der Sportplatz durch Hochwasser zerstört.

Hans - Dieter Kunz hat alles unternommen und viele Verhandlungen mit der Gemeinde geführt, damit der Fußballplatz schnellstens wieder bespielbar war.

 

 

 

22. Juni 1985

Bürgermeister Rüdiger Anders und Kreisfußballwart Alois Plescher übergeben den Sportplatz wieder in einem spielfähigen Zustand. In der Mitte Hans – Dieter Kunz.

 

 

Im Oktober 1985 wurde das Dach des Sportheimes erneuert. Die Eternit-platten wurden entfernt und durch Bretter und Pappschindeln ersetzt. Alle Arbeiten wurden in Eigenleistung ausgeführt.

 

Die Renovierung des Sportheimes lag Hans-Dieter sehr am Herzen. Diese Arbeiten wurden dann von Januar bis Februar 1986 ausgeführt. Selbstverständlich war auch Hans - Dieter bei diesen Arbeiten mit dabei.

Am 18. Februar 1986  wurde mit der Herborner-Bärenbräu ein Leihvertrag über 10 Jahre abgeschlossen.

Der Verein bekam von der Brauerei eine Theke zur Verfügung gestellt,

9 Tische, 6 Zwischenplatten und 40 Stühle.

 

Trotz der schwierigen Umstände wegen der Renovierung des Platzes, die Heimspiele wurden in Greifenstein ausgetragen, belegte die 1. Mannschaft nach Ablauf der Saison 1985/86 noch den 7. Tabellenplatz.

 

 

Bei der Jahreshauptversammlung am  20. Juni 1986 wurde Hans – Dieter Kunz im Amt bestätigt.

 

Bei dieser Jahreshauptversammlung wurde auch beschlossen eine Volleyball-Abteilung zu gründen. Abteilungsleiter wurde Georg Kuntz.

Ab 1987 übernahm dann Hilmar Koch die Leitung.

Am 24. August 1986 kam es zu unschönen Szenen auf dem Beilsteiner Sportplatz. In der Rechtsausschusssitzung am 11. September wurde der Beilsteiner Trainer für sechs Monate gesperrt.

Hans - Dieter Kunz gelang es eine Platzsperre von Beilstein abzuwenden.

 

 

 

 

Rudi Irgang übernahm dann in dieser Zeit das Training. Ein sehr feiner und auch in Punkto Fußball, ein sehr kompetenter Mann.

 

 

 

Nach Ablauf der Sperre übernahm Gerhard Schmidt seine Tätigkeit als Trainer wieder auf. Einige Mitglieder und auch Vorstandsmitglieder waren damals der Meinung, nach dieser Aktion auf dem Beilsteiner Sportplatz hätte man den Trainer entlassen sollen.

Hans-Dieter Kunz hielt aber an dem Trainer fest. Er war überzeugt, dass er der richtige Mann für unsere Mannschaft war.

 

Die Gemüter hatten sich jedoch schnell wieder beruhigt, zumal die 1. Mannschaft nach Abschluss der Saison noch auf den 10. Tabellenplatz kam.

 

Das änderte sich aber ab der Saison 1987/88 schnell wieder. Das erste Spiel gegen Hartenrod wurde zu Hause mit 4:2 verloren.

 

 

 

 

Aus der Presse.

 

Nach 8 Pflichtspielen hatte die 1. Mannschaft gerade einmal 2 Punkte auf der Habenseite und die resultierten aus zwei Unentschieden.

Das Verhältnis zwischen Spielern und Trainer war total gestört. Jeder gab der anderen Seite die Schuld an dieser Misere.

Ein Grund war natürlich, die viel zu dünne Spielerdecke, zumal ja auch einige Spieler den Verein verlassen hatten.

 

Die Lage hatte sich im Oktober zugespitzt, deshalb schrieben die Spieler einen Brief an den Vorstand, in dem sie die Entlassung des Trainers forderten.

 

„Warum soll immer der Trainer an den schlechten Spielen der Mannschaft schuld sein? Auch die Spieler müssen mehr Leistung bringen“, so war die Meinung von H.- D. Kunz.

 

Als die Presse von dieser Aktion Wind bekam und man Hans - Dieter fragte, was ist bei euch in Beilstein los, war er außer sich. Sonst ein eher ruhiger und besonnener Mann, hatte er dafür überhaupt kein Verständnis und war sehr empört.

 

„Wenn ich erfahre, wer das gewesen ist und der Jenige ist Vereinsmitglied, der fliegt sofort aus dem Verein“, so seine Worte damals.

 

In einer gemeinsamen Sitzung mit dem geschäftsführenden Vorstand, Trainer und Spielern versuchte Hans - Dieter  am 15. Oktober 1987 noch einmal alles um einen Konsens zu finden. Aber die Fronten blieben verhärtet. Der Trainer machte dann auch die Aussage, dass er keine Vertauensbasis mehr sieht und sein Amt deshalb zur Verfügung stellt.

Beim nächsten Heimspiel sollte dann eine Entscheidung getroffen werden.

 

Bericht aus der Dill-Zeitung.

 

 

 

Ab 1. November 1987 übernahm dann Walter Müller aus Burgsolms das Training. Erst im letzten Spiel gegen Merkenbach, das mit 4:2 gewonnen wurde konnte der Klassenerhalt sicher gestellt werden. Schützenhilfe hat Türk Dillenburg geleistet, die Niederscheld mit 2:1 bezwangen.

Ein Glück für uns war, dass nur eine Mannschaft absteigen musste.

 

 

 

 

Dieses Spieljahr hat Hans - Dieter Kunz viel Substanz gekostet. Obwohl er bei den Spielern beliebt war, sah er sich auch mit Vorwürfen konfrontiert.

Ihm wurde vorgeworfen, dass er bei den Spielen zu wenig anwesend ist.

Da Hans-Dieter auch noch als Schiedsrichter unterwegs war, konnte er so manches Spiel unserer Mannschaft nicht sehen und war daher auf die Berichterstattung von Anderen angewiesen.

Streit im Verein konnte er nicht haben, er war in seiner humorigen Art immer um Ausgleich bemüht. Die Entlassung des Trainers hatte ihn sehr mitgenommen.

 

Zu der ganzen Geschichte schreibt Alfred Grün in der Chronik: Dass das ganze Spieljahr viel Nerven gekostet hatte, sei nur am Rande erwähnt.

 

Zur Jahreshauptversammlung stellte sich Hans - Dieter Kunz als Vorsitzender nicht mehr zur Wahl, er übernahm aber das Amt des Spielausschussvorsitzenden.

 

 

Einen schönen Erfolg gab es aber 1988. Die Juniorenmannschaft gewann mit dem Trainer Walter Müller den Winterpokal in der Halle.

 

 

 

Hinter Reihe, v. links: Trainer Walter Müller, Christian Bucher, Stefan Jung, Michael Weil, Marco Stockenhofen, Achim Müller und Bernd Stockenhofen.

Vordere Reihe: Mathias Keil, Christian Dietermann, Adrian Bucher und

Thorsten Hammel.

 

 

August 1988

 

Jahreshauptversammlung am 29. Juni 1990

 

 

Vordere Reihe: Karlheinz Bonarewitz, Gerhard Rogge, Bernd Stockenhofen,

Hans - Peter Schmidt und Hans - Dieter Kunz.

Hintere Reihe: Alfred Grün, Christian Bucher, Erwin Unzeitig, Dieter Zenzinger und Armin Schaffarz.

 

 

 

Der HFV zeichnet Hans - Dieter Kunz bei den 70 Jahrfeiern mit der

„Ehrennadel in Bronze“ aus.

Zweiter von Rechts: Hans - Dieter Kunz.

August 1991

 

 

 

Hans - Dieter Kunz war von 1988-1995 im Spielausschuss tätig. Sein großer Fußballsachverstand wurde von den Trainern und Spieler sehr geschätzt.

Trotz seines Wohnortwechsels 1989 nach Merkenbach war er immer für den Verein da.

 

 

Seine große Leidenschaft war Skat und so war es nicht verwunderlich dass in seiner Zeit als Vorsitzender, oder „Präsident“, wie ihn die Spieler nannten, ein Skatturnier durchgeführt wurde.

 

 

Wie schon oben erwähnt, Hans - Dieter Kunz war auch auf den Fußballplätzen als Schiedsrichter präsent. Bereits am 10. November 1967 trat er der Schiedsrichtervereinigung bei. Er leitete Spiele bis zur Landesliga, und wurde als Schiedsrichter sehr respektiert. Seine Leistungen lagen auf einem hohen Niveau. Hans - Dieter hatte stets eine klare Linie und davon wich er auch nicht ab.

 

 

1990

Roland Brandenburger wird vom Schiedsrichterobmann Burkhard Blicker für 1250 geleitete Spiele geehrt.

Links Hans – Dieter Kunz, rechts Horst Lommler.

 

 

In den letzten Jahren, bis es ihm aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr möglich war, hat er als Schiedsrichterbeobachter die Schiedsrichter beurteilt.

 

Hans- Dieter Kunz war ein guter Sportkamerad und weit über die Grenzen seines Heimatortes bekannt und beliebt.

 

Der TuSpo „Nassau“ Beilstein ernannte ihn bei der Weihnachtsfeier 2013 zum Ehrenmitglied.

 

Geehrt wurde Hans-Dieter Kunz am 18. Juli 1980 vom dem HFV mit dem „Ehrenbrief“ und 1990 mit der „Ehrennadel in Bronze“.

 

Vom Landessportbund wurde er 1995 mit dem Ehrenbrief gewürdigt.

Die Schiedsrichtervereinigung ehrte ihn 2007 für  40 Jahre Mitgliedschaft.

 

 

Bis kurz vor Ausbruch seiner schweren Krankheit hat er noch so manches Heimspiel unserer Mannschaft besucht.

Er war immer ein gern gesehener Zuschauer und Gesprächspartner.

Der TuSpo war einfach immer noch sein Verein, besonders der Fußball des TuSpo lag ihm sehr am Herzen.

Wenn er sich mit Vereins- oder Vorstandsmitgliedern unterhalten hat, sprach er immer von „Wir“.

„Wie haben wir gespielt“? Oder auch z. B.: „Wir müssen das so oder so machen“.

Daran merkt man wie verwurzelt Hans – Dieter noch mit dem Verein war.

„Im Verein habe ich schöne Stunden erlebt“, so hat er immer erzählt.

 

 

Hans – Dieter Kunz war nicht nur Mitglied beim TuSpo, er engagierte sich auch bei der Freiwilligen Feuerwehr Beilstein und war Mitglied im Vogelschutzverein.

 

Mehrere Jahre war er auch Betriebsratsvorsitzender bei der Firma Berkenhoff.

 

 

Am 7. Oktober 2016 verstarb Hans - Dieter Kunz im Alter von 73 Jahren.

Der TuSpo „Nassau“ Beilstein hat in einem Nachruf ihn entsprechend gewürdigt.

 

 

 

 

Quellen:        Dill-Zeitung und Herborner Tageblatt

                        Archiv

                        Bilder Archiv und Privat

Zuletzt geändert am: 13.02.2017 um 11:02

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