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Spielberichte der 1. Mannschaft

 

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Gekämpft und doch verloren – SG Beilstein unterliegt Büblingshausen knapp

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Trotz einer über weite Strecken der Partie guten Leistung musste die Erste Mannschaft der SG Beilstein/A./M. nach drei Begegnungen ohne Niederlage am gestrigen Freitag den Platz wieder einmal ohne Zähler verlassen. Beim RSV Büblingshausen unterlag die Wölfert-Elf mit 1:2, bot dem großen Favoriten dabei aber lange Paroli. Durch einen frühen Treffer von Fabrice Reinhardt führte unsere Mannschaft gar lange Zeit, kassierte dann aber ab der 70. Spielminute zwei Gegentreffer binnen weniger Minuten. Obwohl der Gast noch einige hochkarätige Chancen hatte, blieb die Belohnung in Form eines Punktgewinns, die man sich gewiss verdient gehabt hätte, letztlich leider aus.

Auf dem Kunstrasenplatz in Büblingshausen waren die Rollen vor Spielbeginn klar verteilt. Die Gäste aus Beilstein gingen als klarer Underdog ins Rennen, wollten den Schwung der vergangenen Partien aber mitnehmen. Entsprechend selbstbewusst präsentierte sich der Gast auch von Beginn an.

Der RSV übernahm gegen tief stehende Beilsteiner sofort das Kommando und hatte über die gesamte Spielzeit hinweg gesehen eine gefühlte Ballbesitzquote von 80 Prozent. Dass diese Zahl dennoch nicht zwangsläufig auf ein klares Resultat hinausläuft, sollte das gestrige Aufeinandertreffen beweisen.

Denn obwohl Büblingshausen optisch die Oberhand hatte, stach der Gast mit der ersten Möglichkeit des Spiels eiskalt zu und gab den knappen Vorsprung bis zum Seitenwechsel nicht mehr aus der Hand.

Nach nicht einmal 120 Sekunden stibitzte Fabrice Reinhardt dem unkonzentriert agierenden letzten Mann des RSV das Leder und lief alleine auf den Torsteher der Hausherren zu. Vor dem ihm nacheilenden Abwehrspieler kreuzte unser Mittelfeld-Akteur gekonnt dessen Laufweg und drosch die Kugel aus gut 12 Metern satt in die linke untere Torecke – 0:1 (2. Spielminute).

Mit diesem frühen Vorsprung im Rücken beschränkte sich Beilstein noch mehr auf die Defensive als ohnehin schon. Konstruktive eigene Angriffsvorträge unserer Elf sollten in den ersten 45 Minuten nicht mehr zu notieren sein, stattdessen zog man ein engmaschiges defensives Netz auf, welches die spielstarken, aber zunächst ideenlosen Büblingshäuser ein ums andere Mal zur Verzweiflung brachte.

Denn der Hausherr hatte in der ersten Hälfte trotz der deutlich höheren Spielanteile kaum ernsthafte Chancen. Nachdem sich die Wetzlarer zum ersten Mal schnell in den Beilsteiner Strafraum kombiniert hatte, fiel ein Stürmer des Gastgebers in einem Zweikampf mit Constantin Kunz viel zu schnell, der Schiedsrichter blieb von diesem unbeholfenen Versuch gänzlich unbeeindruckt.

Gefährlich wurde Büblingshausen insbesondere nach Freistößen rund um den Beilsteiner Sechzehnmeterraum gefährlich. So musste Marvin Schuster gleich mehrfach zupacken, eine weitere Hereingabe von der linken Seite verpasste ein RSV-Akteur im Zentrum denkbar knapp, ein am zweiten Pfosten lauernden weiterer Spieler der Heimelf rutschte ebenfalls am Leder vorbei, doch sein Treffer hätte ohnehin keine Anerkennung gefunden, da er zuvor aus Abseitsposition gestartet war.

Viele Positionswechsel und ein überaus laufintensives Spiel prägten die Bemühungen der Mannschaft von Trainer Andreas Schulz, doch der Beilsteiner Defensivverbund hatte bis auf wenige Ausnahmen die Sache unter Kontrolle.

Einen Schuss eines RSV-Spielers von der Strafraumgrenze wusste Marvin Schuster sicher zu entschärfen, ebenso lief Constantin Kunz einen Antritt eines Büblinghäusers in der Gefahrenzone ab. Klare Torchancen waren auf beiden Seiten Mangelware, auch weil Beilstein sich mit vollem Ehrgeiz gegen mögliche Schussgelegenheiten der Hausherren stemmte und so manches Mal die Kugel abblocken konnte, ohne dass Gefahr im Verzuge war.

So blieb es nach 45 kraftraubenden Minuten beim 0:1 für unsere Farben.

So erlebnisarm die erste Spielhälfte war, so furios begann die zweite. Zunächst hatte Norman Schuster die große Möglichkeit, auf 0:2 zu stellen, nachdem Fabrice Reinhardt mit einem Sololauf in die Nähe des Sechzehnmeterraumes vorgestoßen war und abgeschlossen hatte. Das Spielgerät wurde abgefälscht und landete vor den Füßen von Norman Schuster, dessen Reflex die Kugel in hohem Bogen in Richtung Tor bugsierte, selbiges aber um Haaresbreite verfehlte.

Aus dem anschließenden Eckstoß entwickelte sich die beste Gelegenheit des RSV: Die Hereingabe wurde abgewehrt und Büblingshausen überbrückte überfallartig das gesamte Spielfeld, sodass letztlich ein Akteur der Heimelf auf der linken Seite frei vor Marvin Schuster auftauchte. Dieser zögerte ein wenig zu lange, lief dann weiter auf die Grundlinie zu und spitzelte den Ball unter unserem Schlussmann hindurch in Richtung Tor. Doch der aufmerksame Joshua Sattler war mit zurück gelaufen und verhinderte in glänzender Manier, dass die Kugel über die Linie rollte. Marvin Schuster konnte das Leder im Anschluss aufnehmen.

Nun entwickelte sich eine Begegnung mit offenem Visier, die aber keineswegs so eindeutig war, wie im Vorfeld vermutet wurde. Denn auch unsere Elf kam immer wieder zu Möglichkeiten. Zunächst drückte aber Büblingshausen auf den Ausgleich und Beilstein hatte mehrfach Glück, nicht das 1:1 kassiert zu haben.

So endete ein RSV-Angriff über die linke Seite in einem Diagonalpass in den Strafraum, wo der Büblingshäuser Angreifer aus spitzem Winkel die lange Ecke des Beilsteiner Kastens verfehlte.

Eine ähnliche Situation musste Marvin Schuster wenig später mit der Brust vereiteln, nachdem sich der Hausherr abermals über die linke Beilsteiner Abwehrseite in die Gefahrenzone kombiniert hatte, unser Keeper sich dem Abschluss aber in den Weg warf.

Beilstein lauerte auf Konter, um den zweiten Nadelstich zu setzen. Nach einem langen Ball in den Strafraum kam der RSV-Torsteher aus seinem Kasten, konnte den Ball aber nicht unter Kontrolle bringen, sodass die Kugel Norman Schuster vor die Füße fiel, dieser aber im letzten Moment am Torschuss in das verwaiste Gehäuse gehindert wurde.

Auch eine schöne Einzelleistung von Philipp Buschmann, der sich gleich gegen drei Gegenspieler behauptete und zum Abschluss kam, strich über die Querlatte.

Büblingshausen warf nun alles nach vorne und wollte auch bereits zum Jubeln ansetzen, als man einen Elfmeterpfiff erwartete, welcher auch durchaus gerechtfertigt gewesen wäre, doch der Schiedsrichter hatte richtigerweise zunächst das Offensivfoul eines Stürmers der Wetzlarer abgepfiffen, der Constantin Kunz auf das Knie gestiegen war. Statt Strafstoß wurde die Partie also mit Freistoß für unsere Farben fortgesetzt.

Der Ausgleich lag aber förmlich in der Luft und sollte auch kurz darauf fallen, wenngleich Büblingshausen diesmal von Beilsteiner Schützenhilfe profitierte. Nach einer guten Möglichkeit, in der unsere Hintermannschaft gerade noch Schlimmeres verhindern konnte, blieb der Ball im Spiel und wurde per Seitenwechsel auf die rechte Angriffsseite manövriert. Von dort schlug ein RSV-Akteur eine scharfe Flanke nach innen, unter welcher einige Spieler zunächst hindurchtauchten. Die dahinter postierten Abwehrspieler waren von dem sich plötzlich senkenden Ball überrascht und konnten das Leder nicht unter Kontrolle bringen. Stattdessen prallte das Spielgerät vom Oberschenkel von Constantin Kunz parallel zur Fünfmeterraumlinie in Richtung erster Pfosten, wo ein RSV-Spieler dieses Geschenk anzunehmen wusste und wuchtig unter die Latte vollendete – 1:1 (68. Spielminute).

Beilstein zeigte aber umgehend eine Reaktion. Doch so wie Büblingshausen etwas zuvor auf der Gegenseite kein Glück hatte, erging es wenig später auch Norman Schuster, der nach feinem Anspiel von Fabrice Reinhardt auf der linken Seite durchgebrochen war und das Leder an dem herauseilenden Torwart vorbeischob. Jedoch hatte auch hier ein gegnerischer Abwehrspieler die Situation antizipiert und rettete denkbar knapp vor der Torlinie.

Die Begegnung stand nun auf Messers Schneide, Beilstein kämpfte unermüdlich, um wenigstens einen Zähler aus der Fremde zu entführen. Nach einem sehenswerten Angriff über rechts fand Viktor Hofmans flache Hereingabe im Zentrum leider keinen Abnehmer, auch Norman Schuster hatte kein Glück, als er in der Folge im Sechzehnmeterraum nicht zum Abschluss kam.

Das spielerisch bessere Team blieb indes Büblingshausen, die ihrerseits ihre Drangphase zum entscheidenden 2:1-Siegtreffer zu nutzen wussten: Nach einem Vorstoß über die linke Seite kombinierte sich der RSV in den Strafraum. So tauchte ein Büblingshäuser Akteur frei vor Marvin Schuster auf, legte aber – anstatt selbst den Abschluss zu suchen – noch einmal uneigennützig quer. Sein Mitspieler konnte die Vorlage nicht verwerten, da der Pass leicht in den Rücken gespielt worden war, doch dessen Berührung reichte, um den von hinten anrauschenden Spieler in Schussposition zu bringen, der sich aus kürzester Distanz diese Möglichkeit nicht nehmen ließ und in die lange Ecke traf – 2:1 (75. Spielminute). Dieser Treffer hatte allerdings einen faden Beigeschmack, da das Leder beim Büblingshäuser Angriff – rund 30 Sekunden vor dem Torerfolg – deutlich im Seitenaus war, der parteiische Linienrichter des Gastgebers es aber nicht für nötig erachtete, dem Referee diese Spielunterbrechung anzuzeigen. Es ist schade, dass Beilstein aufgrund eines klar regelwidrigen Tores als Verlieren den Platz verlassen musste.

Die letzte Viertelstunde wurde hitzig und war von etlichen Fouls und Unsportlichkeiten geprägt. Beilstein versuchte nun mit Mann und Maus, einen zweiten eigenen Treffer nachzulegen, musste aber auch immer wieder die gefährlichen Konter der Gastgeber im Blick haben. Dennoch war es überwiegend unsere Mannschaft, die dem 2:2 näher kam, so hätten beispielsweise zwei scharfe Hereingaben von Fabrice Reinhardt zum Erfolg führen können.

Negativer Höhepunkt der Begegnung war die Rote Karte gegen Evgenij Huwa kurz vor dem Ende. Dieser unterband einen Schnellangriff des RSV im rechten Mittelfeld mit einem harten, aber keinesfalls platzverweiswürdigen Foulspiels. Leider ließ sich der Mann in Schwarz von den lautstarken Protesten der Büblingshäuser Zuschauer und Offiziellen beeindrucken und schickte unseren Flügelstürmer vorzeitig zum Duschen.

Doch selbst in Unterzahl gab Beilstein sich nicht auf. Bei einem Eckstoß schaltete sich gar Marvin Schuster in die Angriffsbemühungen ein, doch den anschließenden Konter spielte Büblingshausen unterirdisch schlecht aus, sodass die Wetzlarer nicht einmal in die Nähe des leerstehenden Beilsteiner Kastens kamen.

Die letzte Möglichkeit, doch noch auszugleichen, ergab sich in der Nachspielzeit: Fabrice Reinhardt zirkelte einen weiteren Freistoß scharf vor das Tor, Viktor Hofman hatte sich am ersten Pfosten freigestohlen, traf die Kugel aber nur mit der Schulter und nicht mit dem Kopf, ansonsten hätten unsere Farben gewiss spät jubeln dürfen.

Doch der Ausgleichstreffer blieb aus, weswegen Büblingshausen nach intensiven 90 Minuten drei Zähler auf der Habenseite verbuchen konnte. Dieser Heimsieg war sicherlich nicht unverdient, da der RSV eine spielstarke und lauffreudige Elf sein eigen nennen kann. Dennoch hat sich die SG Beilstein/A./M. mehr als teuer verkauft und dem Favoriten trotz personeller Probleme alles abverlangt. Die Leistung sollte weiterhin Mut machen, den Klassenverbleib sichern zu können, wenngleich es mit einem Punktgewinn in Büblingshausen einfacher geworden wäre. Mit ein wenig mehr Fortune im Abschluss wäre zumindest ein Remis möglich gewesen.

Im nächsten Spiel wird Beilstein versuchen, das Pendel wieder in die andere Richtung ausschlagen zu lassen. Am Sonntag, dem 11.10., empfängt man in der Basaltarena mit dem FC Burgsolms ein Team, das in der Tabelle hinter unserer Elf steht, bei entsprechender Leistung sollte ein Sieg also durchaus realistisch sein. Die Begegnung wird um 15:00 Uhr angepfiffen.

Unsere Reserve greift erst am 18.10. wieder ins Geschehen ein. Ab 13:00 Uhr gastiert man bei einem der Topfavoriten der C-Liga-Runde, dem VFL Fellerdilln II.

Für unsere Mannschaft spielten: Marvin Schuster, Viktor Hofman, Constantin Kunz, Dennis Kunz, Joshua Sattler, Otto Hofman, Jonathan Donner, Evgenij Huwa, Kevin Becker, Fabrice Reinhardt, Philipp Buschmann, Norman Schuster, Fabian Müller und Darius Herzler.

 

 

 

 

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