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Ein Unikat des Tuspo Nassau Beilstein allen bekannt als Opa Kullick

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Karl Heinrich Kullick

Geboren: 13. Januar 1899 in Groß Kemlack

Gestorben: 30. September 1989 in Solms-Niederbiel

 

Karl Kullick war von Beruf Bergmann und fuhr schon mit vierzehn Jahren in den Schacht ein. Gearbeitet hat er bis zu seinem sechzigsten Lebensjahr. Lange Jahre war er im Betriebsrat und auch Betriebsratsvorsitzender.

Da er auch noch Gewerkschaftler und Kommunist war, wurde er von den Nazis verfolgt.

Er stand schon vor einem Erschießungskommando, wie er immer selbst erzählt hat, nur durch glückliche Umstände ist er am Leben geblieben.

Nach dem Kriege wurde Karl Mitglied bei der SPD.

Zweimal verwitwet, zog er 1974 mit Tochter und Schwiegersohn nach Beilstein, wo sie das Haus in der Westerwaldstraße Nr.10 (Nettjes Haus) gekauft haben.

Als Karl Kullick im Jahr 1974 nach Beilstein kam, wurde er sofort Mitglied im Turn- und Sportverein. Er war ja schon immer ein Sportler gewesen, das Turnen an Reck und Barren hatten es ihm angetan. Deshalb gab es für ihn überhaupt keine Frage, dass er Mitglied in unserem Verein wurde.

Er wollte nicht bloß Mitglied sein, nein, er wollte noch aktiv am Vereineisgeschehen teilnehmen. Bei keiner Jahreshautversammlung hat er gefehlt und immer hat er sich mit Redebeiträgen beteiligt.

Sein größter Wunsch wäre es gewesen, wenn der TuSpo eine Turnabteilung gegründet hätte.

Besonders für die Sorgen und Nöte unserer Jugendabteilung hatte er stets ein offenes Ohr. Wo er konnte hat er geholfen.

Viele Anschaffungen, auch Ausflugsfahrten wären ohne seine finanziellen Unterstützungen nicht möglich gewesen.

Zur jeden Weihnachtsfeier unserer Jugend hat er einen ansehnlichen Geldbetrag gespendet.

Natürlich bedurfte es gar keiner Frage, dass er bei Ausflügen unserer Jugend mit dabei war. Unvergessen sind die Fahrten mit ihm nach Holland. „Opa Kullick“, wie ihn die Jugendlichen nannten, war bei der Jugend sehr beliebt, und er fühlte sich bei ihr wohl und war glücklich.

„Bei jungen Menschen zu sein hält jung!“ waren immer seine Worte.

Karl Kullick hat nie Wert auf Ehrungen gelegt.

„Was ich tue, mache ich gerne, es macht mir Freude zu helfen“, sagte er.

Zur Weihnachtsfeier 1988 wurde ihm aber trotzdem als Anerkennung und Dank für seine großen Verdienste um unseren Verein die „Goldene Vereinsehrennadel“ überreicht.

 

Karl Kullick 1988

Das Bier hat ihm damals noch sehr gut geschmeckt. Links im Bild Günter Pfaff.

 

Karl Kullick war von Beruf Bergmann, also ein Kumpel, ein guter Kumpel wollte er auch zu allen seinen Mitmenschen sein. Trotz allem Leid das ihm früher einmal widerfahren ist, hat er die Menschen geliebt.

Neben dem TuSpo war er auch in allen Beilsteiner Vereinen Mitglied.

Am 13. Januar 1989 haben wir im Kreise seiner Familie seinen 90ten Geburtstag gefeiert. Er war damals der älteste Mann in Beilstein.

Der Gesangverein und der Posaunenchor brachten ihm zu seinem Ehrentag Ständchen. Die Vertreter der Vereine sowie der Bürgermeister gratulierten.

Der Landtagsabgeordnete Gert Lütgerd und der Bundestagsabgeordnete Klaus Daubertshäuser sandten Glückwünsche.

Karl Kullick, der sich damals, bis auf die nachlassende Sehkraft, für sein hohes Alter noch einer guten Gesundheit erfreut hat, dankte allen Gratulanten und freute sich sehr darüber, dass so viele an seinen Geburtstag gedacht hatten.

Im Herbst 1989 ist Karl Kullick in ein Altersheim nach Solms - Niederbiel gekommen, wo er dann am 30. September verstarb.

 

Quellen:            Artikel: „Karl Kullick 90 Jahre alt von Dr. Klaus Schmidt in der Dill-Zeitung

                        Brigitte Rumpf

                        Chronik Turn- und Sportverein

 

Zuletzt geändert am: 13.02.2017 um 11:02

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