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Spielberichte der 2. Mannschaft

 

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Dreimal Huwa, zweimal Buschmann – SG Beilstein/A./M. II gewinnt unterhaltsames Spiel bei der Haigerer Reserve

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Ein sehr gutes Reservespiel sahen die wenigen Zuschauer am heutigen Sonntag auf dem Haigerer Haarwasen. Sowohl die gastgebende Eintracht als auch die SG Beilstein boten eine fußballerisch ordentliche Vorstellung. Letztlich behielt unsere Mannschaft mit 2:5 (1:2) die Oberhand, obwohl es durchaus auch Phasen gab, in denen der Truppe von Rainer Wölfert die Dominanz fehlte. An der Rechtmäßigkeit des Beilsteiner Sieges gab es – auch dank einer starken Viertelstunde in Halbzeit zwei – jedoch nichts zu deuteln.  

Beide Mannschaften benötigten einige Minuten, um Fahrt aufzunehmen, doch dann entwickelte sich eine erste Spielhälfte, die durchaus Einiges zu bieten hatte. Den ersten Warnschuss gaben die Hausherren ab: Nach einem Angriff über die rechte Seite wurde das Leder intelligent in den Rücken der Beilsteiner Abwehr gespielt, die Direktabnahme aus gut sechzehn Metern flog indes knapp am Pfosten vorbei.

Doch auch unsere Elf zeigte schnell, dass man gewillt war, diese Partie zu gewinnen. Nach einem starken Solo fand Philipp Buschmann seinen Sturmpartner Evgenij Huwa, der per Doppelpass erneut Buschmann in Szene setzte. Dessen Abschluss konnte der Haigerer Schlussmann allerdings parieren.

Mit dieser Gelegenheit wurde die Beilsteiner Marschrichtung deutlich und bereits wenig später – keine 420 Sekunden waren absolviert – konnten die Mannen in Blau und Orange das erste Mal jubeln: Dirk Sauer ließ mit einer Einzelaktion gleich zwei Gegenspieler stehen und spielte das Leder in die Zentrale, von wo aus der Ball nur unzureichend geklärt werden konnte. Darius Herzler beförderte das Spielgerät umgehend wieder in die gefährliche Zone, wo Philipp Buschmann an der Fünfmeterraumlinie zum Abschluss kam und per Drehschuss das 0:1 markierte (7. Spielminute).

Mit dieser Führung im Rücken fühlte sich unsere Elf wohl schon zu sicher, was der Hausherr umgehend bestrafte. Keine zwei Zeigerumdrehungen später konnte verteidigte unsere Defensive eine eigene Fünf-gegen-Zwei-Überzahlsituation so schlecht, dass Haiger zum 1:1 ausgleichen konnte. Nach einem Pass auf den völlig ungedeckt stehenden Haigerer Spielmacher erkannte dieser, dass Alexander Schaaf ein wenig zu weit vor dem Kasten postiert war und zirkelte das Leder aus gut 25 Metern traumhaft und präzise in den Winkel (9. Spielminute).

Beilstein ließ sich von diesem Rückschlag aber nicht aus dem Konzept bringen und suchte sein Heil in der Offensive. Immer wieder brachte man die Haigerer Abwehr in arge Schwierigkeiten, vor allem dann, wenn schnell und direkt gespielt wurde. Philipp Buschmann und Evgenij Huwa verpassten in dieser Phase eine gute Konterchance, nach Buschmanns Anspiel auf Huwa geriet dessen Torschuss in der Überzahlsituation zu schwach.

Doch auch Haiger blieb weiterhin gefährlich: Nach einer Freistoßflanke wurde der Ball an den langen Pfosten verlängert, wo ein Haigerer Akteur freistehend abziehen konnte. Alexander Schaaf verhinderte mit einer vorzüglichen Parade jedoch den Rückstand.

Abermals war es dann Philipp Buschmann, der als Unruheherd die Eintracht-Defensive vor Probleme stellte. Mit einer Einzelaktion ließ er in unnachahmlicher Manier gleich drei Gegenspieler aussteigen, hätte gar noch die besser postierten Mitspieler anspielen können, versuchte es aber selbst und fand mit dem zu harmlosen Abschluss seinen Meister im Haigerer Schlussmann.

Auch Jonathan Donner vermochte nicht, den Beilsteiner Anhang in Jubelstimmung zu versetzen, als  er nach einem Querpass mit seiner Direktabnahme an der Fußabwehr des Keeper der Heimelf scheiterte.

Bereits zu diesem Zeitpunkt konnte man feststellen, dass beide Teams – vor allem aber unsere Mannschaft – einen feinen Fußball zelebrierten und die Zuschauer einige feine Spielzüge zu sehen bekamen.

Auch die Gastgeber setzten immer wieder Nadelstiche und wären um ein Haar in Führung gegangen. Eine lange Flanke von links verlängerte Tobias Unzeitig unglücklich nach hinten, wo Alexander Schaaf bereits aus seinem Tor herausgelaufen war, sodass der Haigerer Stürmer urplötzlich frei vor dem beinahe verwaisten Gehäuse auftauchte. Nur mit letztem Einsatz konnte Alexander Schaaf den Einschlag vereiteln.

Wenig später belohnte sich die SG Beilstein/A./M. aber für ihre Bemühungen. Ein Traumpass in die Schnittstelle der Viererkette fand Darius Herzler, dieser lief – von der rechten Außenbahn kommend – unbedrängt auf den Torsteher der Heimelf zu, welcher dessen Schuss gerade noch mit dem Fuß abwehren konnte. Evgenij Huwa setzt aber entschlossen nach und drückte das Leder aus kürzester Distanz über die Linie – 1:2 (21. Spielminute).

Unsere Spieler wollten nun nachlegen und versuchten, Haiger bereits im Spielaufbau zu stören. Unter Druck leistete sich die Eintracht-Abwehr den einen oder anderen Fehler, was zu einer guten Möglichkeit für Dirk Sauer führte: Nach einem Ballgewinn spielte Dirk Sauer einen Doppelpass mit Jonathan Donner, ersterer kam aus aussichtsreicher Position zum Abschluss, konnte den Schuss aber nicht genau genug platzieren, sodass der Keeper das Spielgerät entschärfen konnte.

Beilstein blieb weiter hungrig: Einen langen Ball von Darius Herzler erlief Philipp Buschmann, setzte sich auf rechts gegen drei Gegenspieler durch, setzte den Ball aber am kurzen Pfosten vorbei ins Toraus.

Kurz vor dem Wechsel sorgte Evgenij Huwa noch einmal für einen kuriosen Höhepunkt. Ein schöner Spielzug über rechts endete mit einer Flanke von Dirk Sauer, die Evgenij Huwa ins Spiel bringen sollte. Der Ball wurde von unserem Stürmer eigentlich schlecht angenommen, mit einem genialen Heber über seinen Gegenspieler sorgte er jedoch für den nötigen Freiraum. Den aufsetzenden Ball nickte Evgenij Huwa dann per Kopfstoß über den verdutzten Torwart hinweg – leider allerdings ans Quergestänge.

Die letzte passable Chance vor dem Wechsel initiierte Jonathan Donner, der steil auf Philipp Buschmann ablegte, dessen Verlängerung Evgenij Huwa knapp verpasste, sodass der Ball am Gehäuse vorbeiflog.

Zwar verflachte die Partie gegen Ende des ersten Durchganges ein wenig, dennoch war der 1:2-Pausenstand hochverdient. Beilstein war deutlich überlegen, konnte diese Überlegenheit aber nicht in eine deutlichere Führung umwandeln. Die zahlreichen gelungenen Offensivaktionen hätte zu mehr eigenen Treffern führen müssen.

Nach Wiederbeginn bemühte sich die Eintracht um den Ausgleich. In den ersten Minuten der zweiten Hälfte ließ sich unsere Reserve etwas zu weit in die eigene Hälfte drängen, fand in dieser Phase nicht mehr den notwendigen Zugriff auf Ball und Gegner und hatte Glück, dass die Heimmannschaft nicht zwingend genug agierte, um das 2:2 zu erzielen.

Nach dieser gut viertelstündigen Auszeit fand Beilstein dann aber wieder ins Spiel und vergab in Person von Andreas Giel die einhundertprozentige Möglichkeit zum 1:3. Nach einem schönen Solo von Evgenij Huwa brachte dieser von rechts eine mustergültige Flanke nach innen, wo Andreas Giel und Philipp Buschmann mutterseelenallein standen. Andreas Giel hätte das Leder stoppen und der Keeper fragen können, in welche Ecke er ihn haben möchte, hätte auch zu Buschmann querlegen können, stattdessen entschied er sich aber für die Risikovariante und nahm den Flugball direkt aus der Luft, zielte jedoch auch knapp am kurzen Pfosten vorbei.

Dass sich dieser Fehlschuss nicht rächen sollte, ahnte zu diesem Zeitpunkt noch niemand, doch wenig später stellte Philipp Buschmann die Weichen endgültig auf Sieg und sorgte dafür, dass Andreas Giel keine schlaflose Nacht wird verbringen müssen.

In der 63. Minute nutzte Philipp Buschmann einen eklatanten Fehler eines Haigerer Abwehrspielers, stibitzte das Leder, lief alleine auf den Schlussmann zu und schob cool zum dritten Beilsteiner Treffer ein.

Der FC Haiger löste sich nun nach und nach in seine Einzelteile auf. Hatte der Gastgeber lange dagegengehalten und unserer Mannschaft alles abverlangt, sorgte diese binnen 17 Minuten für klare Verhältnisse.

Nach einem erneuten Fehlpass der Haigerer schaltete Jonathan Donner blitzschnell um, setzte den gestarteten Evgenij Huwa in Szene, welcher frei vor dem Haigerer Torsteher die Nerven behielte, diesen umkurvte und zum 1:4 einnetzte (70. Spielminute).

Dem gleichen Akteur gelang nur 180 Sekunden später sein dritter Treffer, als er nach einem Anspiel erneut frei zum Abschluss kam, sein Heber zwar zunächst nur an die Latte klatschte, Evgenij Huwa jedoch nachsetzte und den Abpraller per Kopf über die Linie drückte – 1:5!

Praktisch im Gegenzug gelang den Hausherren noch ein wenig Ergebniskosmetik, als der Haigerer Stürmer bei einer Flanke von links den aufspringenden Ball so geschickt erreichte, dass dieser einen unerreichbaren Bogen um Alexander Schaaf machte und im kurzen Eck einschlug – 2:5 (76. Spielminute).

Die Geschichte der letzten 15 Minuten ist schnell erzählt. Beilstein hätte bei konsequenterer Chancenverwertung noch den einen oder anderen Treffer nachlegen können, ein Aufbäumen des FC Haiger gegen die drohende Niederlage war nicht zu erkennen.

So spielte unsere Elf die Partie souverän und ohne größere Probleme zu Ende und beendet die Hinserie der Reservekonkurrenz verlustpunktfrei. Nach bisher sechzehn absolvierten Spielen – davon bereits drei Begegnungen der Rückrunde – ziert die SG Beilstein/A./M. II mit sechzehn Siegen, also 48 Punkten, und einem beeindruckenden Torverhältnis von 63:18 Treffern die Tabellenspitze der Reservemeisterschaft. Dass diese großartige Leistung nicht dazu führt, dass man die Meisterschaft bereits als gewonnen betrachten kann, liegt an der Zweitvertretung des TuS Driedorf, die mit nur einer Niederlage – gegen Beilstein eben – unserer Elf im Nacken sitzt. Diese beiden Vereine werden wohl die Reservemeisterschaft unter sich ausmachen. Beilstein hat dabei aber gute Chancen, wenn man im neuen Jahr ähnlich konstante Leistungen abrufen kann wie in den letzten Monaten.

Da die SG Fellerdilln/Rodenbach II in der B-Liga aktiv ist, war die heutige Partie die letzte für unsere Zweite Mannschaft vor der Winterpause. Am kommenden Wochenende spielt also nur die Erste Garnitur der SG Beilstein/A./M. Für die Reserve heißt es nun, Kräfte zu tanken, um im neuen Jahr dort weiterzumachen, wo man am heutigen Tage aufgehört hat, nämlich fleißig Punkte zu sammeln.

Für unsere Mannschaft spielten: Alexander Schaaf, Tobias Schmidt, Tobias Unzeitig, Nils Neufeld, Jonathan Donner, Darius Herzler, Marco Petri, Andreas Giel, Dirk Sauer, Evgenij Huwa, Philipp Buschmann, Jan Herr und Emre Yaman.

 

 

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