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Spielberichte der 1. Mannschaft

 

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2:2 nach 2:0-Führung gegen Kinzenbach II – SG Beilstein/A./M. verschenkt möglichen Auftaktsieg

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Die Erste Mannschaft der SG Beilstein/A./M. hat in ihrem ersten Kreisoberligaspiel den Auftakt nach Maß knapp verpasst. Trotz einer bärenstarken Anfangsviertelstunde und einer komfortablen 2:0-Führung reichte es nach 90 Minuten nur zu einem Remis gegen die Zweitvertretung der SG Kinzenbach. Letztlich verhinderten einige ausgelassene klare Torchancen und längere Schwächephasen unserer Elf einen Beilsteiner Sieg.

Bei sommerlichen Temperaturen tasteten sich beide Mannschaften zunächst ein wenig ab, ehe der Gastgeber früh Ernst machte und gleich mit dem ersten gelungenen Angriff die eigenen Anhänger in Verzückung geraten ließ: Fabrice Reinhardt stibitze einem Kinzenbacher Akteur das Leder, setzte sich anschließend im Zweikampf durch und nahm Tempo auf. Nun bediente er mustergültig den auf links eingelaufenen Evgenij Huwa, welcher von der Strafraumkante aus vollem Lauf mit dem rechten Fuß in die untere linke Ecke traf – 1:0 (5. Spielminute).

Beilstein – euphorisiert von der frühen Führung – wollte gleich nachlegen und erarbeitete sich in der Folgezeit weitere gute Möglichkeiten, wobei gerade in der Anfangsphase ein sehenswerter Kombinationsfußball unserer Farben zu beobachten war. Ausgangspunkt der nächsten Beilsteiner Chance war ein Ballgewinn unseres rechten Außenverteidigers Kevin Becker, welcher Evgenij Huwa über die rechte Seite schickte. Dessen Querpass erreichte Felix Danneberg, der sich im Zweikampf mit seinem Gegenspieler behaupten und schließlich mit links abschließen konnte. Den flachen Schuss aus spitzem Winkel vermochte der Gäste-Keeper mit einiger Mühe zu entschärfen.

Dass auch die Heuchelheimer Vorortler durchaus Offensivpotential besitzen, deutete sich erstmals wenig später an, als ein Kinzenbacher Spieler nach einem langen diagonalen Flugball auf links entwischt war und sein Flankenversuch zur Bogenlampe wurde, die der Beilsteiner Schlussmann Marvin Schuster aber souverän abzufangen wusste.

Der Aufsteiger blieb aber spielbestimmend und war dem zweiten Treffer näher. Otto Hofman hätte um ein Haar die Führung verdoppelt, nachdem Fabrice Reinhardt die Kugel passgenau in den Lauf unseres Kapitäns gespielt hatte, doch der Kinzenbacher Torsteher hatte aufmerksam agiert, war aus seinem Kasten herausgeeilt und konnte Otto Hofman an einem vernünftigen Torschuss hindern.

Doch bereits mit dem nächsten Spielzug musste die Nummer Eins des Gastes das Spielgerät wieder aus den Maschen holen: Fabrice Reinhardt leitete einen tollen Beilsteiner Spielzug ein, indem er Felix Danneberg auf dem rechten Flügel in Szene setzte, dessen direkte Hereingabe fand Evgenij Huwa im  Sturmzentrum, welcher an der Fünfmeterraumlinie nur noch den Fuß hinhalten musste, um auf 2:0 zu stellen (16. Spielminute).

Auf der Gegenseite hatte Kinzenbach bis zu diesem Zeitpunkt lediglich noch einen Freistoß aus gut und gerne 35 Metern zu bieten, der jedoch über den Querbalken flog.

Unsere Elf hatte durchaus noch die Gelegenheit, den Spielstand weiter zu erhöhen, als ein Flugball von Fabrice Reinhardt über die Gäste-Abwehr segelte und Evgenij Huwa fand. Dieser hätte den zu weit vor seinem Gehäuse stehenden Torwart überlupfen können, zögerte anfangs indes zu lang, sodass sein abschließender Heber-Versuch recht deutlich über den Kasten flog.

Nach dieser fulminanten Anfangsphase verlor Beilstein dann unverständlicherweise den Faden, hatte deutlich weniger Zugriff auf Ball und Gegner und ermöglichte Kinzenbach, in die Partie zurückzufinden. Der Gast nutzte nun die sich bietenden Räume und wurde stärker. Dabei musste zunächst Marvin Schuster Kopf und Kragen riskieren, als er eine scharf hereingetretene Freistoßflanke aus der Gefahrenzone fausten musste, im Anschluss verlor Otto Hofman das Leder im Spielaufbau, was in einem Kinzenbacher Fernschuss resultierte, welcher jedoch ebenfalls von Marvin Schuster entschärft werden konnte.

Kurz vor dem Wechsel näherte sich der Gast dann aber doch spürbar an den Torerfolg an: Eine Ecke von der rechten Seite konnte von der Beilsteiner Defensive nur unzureichend geklärt werden, sodass ein Kinzenbacher Akteur aus gut neun Metern zum Abschluss kam und den Ball mit dem Außenrist an die Querlatte streichelte.

Hatte Beilstein diese brenzlige Situation noch glimpflich überstanden, kam Kinzenbach in der Nachspielzeit der ersten Hälfte doch noch zum Anschlusstreffer. Dieses Gegentor war absolut unnötig und überflüssig und zeugt davon, dass sich die SG Beilstein in der klassenhöheren Liga in einigen Situationen anders verhalten muss: Sekunden vor dem Halbzeitpfiff hatte Beilstein einen Gäste-Angriff eigentlich unterbunden, doch im Spielaufbau verlagerte man die Seite nicht und brachte durch das abermalige Anspiel in das Spielerpulk Philipp Buschmann in Nöte, welcher daraufhin das Leder verlor. Nico Langner wollte nach dem anschließenden Kinzenbacher Steilpass das Leder gegen seinen Gegenspieler abschirmen und ins Toraus rollen lassen, ließ sich aber an der Grundlinie düpieren und den Ball abjagen. Der anschließende scharfe Querpass in den Rücken der Abwehr fand einen mitaufgerückten Kinzenbacher Mannschaftskameraden, der die Kugel aus zehn Metern fulminant in den linken oberen Winkel drosch – 2:1 (45. Spielminute). Unsere Elf hatte mehrfach die Möglichkeit, diese Situation zu bereinigen, musste hierbei am Ende allerdings Lehrgeld zahlen und hielt Kinzenbach in der Partie.

Gleich nach Wiederbeginn bot sich unserer Mannschaft die Chance, den alten Abstand wieder herzustellen, doch konnte man bei einer Doppelchance das Runde nicht im Eckigen unterbringen: Nach einem langen Einwurf von Ali Akman war Christian Unzeitig auf und davon geeilt und steuerte ungehindert auf den gegnerischen Torhüter zu, welcher den Abschluss unseres Stürmers aber parieren konnte. Der Abpraller landete bei Felix Danneberg, der im Strafraum ein wenig nach links zog, mit dem Außenrist aber zu hoch zielte.

Es schien klar, dass ein weiterer Beilsteiner Treffer die Begegnung vorzeitig entschieden hätte, doch Kinzenbach dachte keineswegs daran, sich kampflos geschlagen zu geben. Es folgte eine kurze Drangphase der Gäste, die sich zunächst in einigen Eckstößen manifestierte. Kurz darauf hatte die Heimelf Glück, als ein Einwurf der Heuchelheimer Vorortler an den zweiten Pfosten verlängert wurde, dem dort freistehenden Akteur die Kugel indes versprang, sodass Marvin Schuster das Spielgerät aufnehmen konnte.

Die klareren Möglichkeiten besaß weiterhin Beilstein: Eine Freistoßflanke von Fabrice Reinhardt aus dem linken Halbfeld erreichte den an der Fünfmeterraumlinie völlig ungedeckten Philipp Buschmann, dessen Kopfball jedoch knapp am rechten Pfosten vorbeistrich.

Kinzenbach blieb vor allem bei Standardsituationen gefährlich. Abermals kam der Gast nach einem langen Einwurf zum Abschluss, verfehlte aber das Gehäuse aus fünf Metern. Beilstein zog sich nun zu sehr in die eigene Hälfte zurück, überließ dem Gegner das Spiel und fand kaum noch spielerische Mittel, um die eigenen Offensivakteure in Szene zu setzen.

Dies führte zu einer Reihe von Kinzenbacher Chancen, der Ausgleichstreffer lag förmlich in der Luft. Nach einem  Gäste-Freistoß konnte Nico Langner nicht entscheidend klären, sodass ein Kinzenbacher Spieler im Fünfmeterraum aus der Drehung zum Schuss kommen konnte, in höchster Not aber gerade noch abgeblockt wurde. Auch die anschließende Ecke sorgte für Gefahr, als ein Kopfball eines Gäste-Spieler nur knapp über das Quergestänge zischte.

Obschon die Beilsteiner Konter selten geworden waren, hätte der folgende das 3:1 bedeuten müssen: Nach einem Ballgewinn von Philipp Buschmann bediente selbiger per langem Ball den eingewechselten Norman Schuster. Dieser tauchte frei vor dem gegnerischen Torsteher auf, hätte mit Übersicht auf den mitgelaufenen Fabrice Reinhardt querlegen müssen, suchte stattdessen aber selbst den Abschluss und scheiterte an der Fußabwehr des Kinzenbacher Schlussmannes.

Vorne ließ man die Großchance liegen, hinten wurde man umgehend bestraft. Eine Viertelstunde vor dem Ende der Partie kam Kinzenbach zum Ausgleich, benötigte dafür allerdings erneut eine Standardsituation: Nach einem Foulspiel an der Strafraumgrenze traf der gegnerische Schütze flach und hart in die Torwartecke – 2:2 (76. Spielminute).

Beilstein sah seine Felle nunmehr davonschwimmen und rannte mit dem Mute der Verzweiflung an, um doch noch mit einem Dreier in die neue Runde starten zu können. Gerade in den Minuten nach dem Gegentor merkte man unseren Spielern an, dass sie noch einmal alles versuchen wollten. Norman Schuster besaß dabei die erste hochkarätige Chance, als Felix Danneberg nach einem Einwurf von der rechten Torauslinie zum Flanken kam und Norman Schuster fand, dessen Kopfball aus drei Metern aber haarscharf über das Gehäuse flog.

Wenig später fasste sich Philipp Buschmann aus 18 Metern ein Herz, doch der Gäste-Torsteher konnte auch diesen Versuch vereiteln.

Die letzten Minuten der Partie verliefen dann weitgehend ereignislos. Zwar versuchte die SG Beilstein/A./M. unermüdlich, den Siegtreffer zu erzielen, doch fehlten die Ideen, um die gut sortierte Kinzenbacher Abwehr noch einmal auszuhebeln. Stattdessen wurde planlos mit langen Anspielen agiert, die kaum einen Abnehmer fanden. Die letzte nennenswerte Offensivaktion über die rechte Seite endete in einer Flanke von Kevin Becker, die allerdings hinter dem Tor landete.

Zum allem Überfluss handelte sich Fabrice Reinhardt in der vierten Minute der Nachspielzeit auch noch eine Rote Karte ein, als er bei einem Einwurf in der eigenen Hälfte (!) gegen seinen Gegenspieler nachtrat und des Feldes verwiesen wurde. Somit wird unser Spielmacher in den nächsten Begegnungen zum Zuschauer degradiert.

Was nach dem ersten Auftritt in der Kreisoberliga bleibt, ist die wohlwollende Erkenntnis, dass man gegen viele Mannschaften sicherlich mithalten können wird, aber auch die bittere Erkenntnis, dass am heutigen Samstag durchaus drei Zähler möglich gewesen wären, die man ein wenig leichtfertig durch die Finger gleiten ließ. Der Platzverweise von Fabrice Reinhardt schmerzt letzten Endes aber sicherlich noch mehr als die verlorenen Punkte.

Kinzenbach profitierte schließlich davon, dass unsere Elf nur phasenweise begeisternden Fußball zeigte und ob der Hitze im Laufe des Spiels möglicherweise auch ein wenig abbaute. Dennoch sollte man mit dem Auftakt nicht unzufrieden sein, immerhin hat man nun bereits einen Zähler auf der Habenseite.

Viel Zeit, um über die verpassten Chancen nachzudenken, hat die Truppe von Trainer Rainer Wölfert sowieso nicht, denn bereits am kommenden Sonntag, dem  16.08., steht das zweite Meisterschaftsspiel auf dem Programm, wenn man den FC Werdorf empfängt. Anstoß in der Basaltarena ist um 15:00 Uhr.

Die Beilsteiner Reserve spielt zeitgleich im Rahmen der Extra-Pokalrunde und gastiert bei der SG Kalteiche. Diese Begegnung wird in Haiger-Allendorf ausgetragen.

Für unsere Mannschaft spielten: Marvin Schuster, Kevin Becker, Constantin Kunz, Nico Langner, Joshua Sattler, Otto Hofman, Philipp Buschmann, Ali Akman, Felix Danneberg, Fabrice Reinhardt, Evgenij Huwa, Christian Unzeitig, Sebastian Weiler und Norman Schuster.

 

 

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