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Spielberichte der 1. Mannschaft

 

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2:1-Sieg gegen Türkgücü Dillenburg – SG Beilstein/A./M. bleibt ohne Heimniederlage

Spielberichte >> 1. Mannschaft

Sechzig Minuten lang sahen die Beilsteiner Zuschauer am heutigen Samstag guten und erfrischenden Offensivfußball von ihrer Mannschaft, die zu diesem Zeitpunkt mit 2:0 führte, nach etlichen ausgelassenen Torchancen aber schon wesentlich deutlicher hätte in Front liegen müssen. Nach dem unvorhersehbaren Anschlusstreffer der Dillenburger riss im Spiel unserer Elf ein wenig der Faden, beinahe hätte man noch den Ausgleich kassiert, siegte im letzten Heimspiel der Saison aber schließlich dennoch verdient mit 2:1.

Das erste Highlight des heutigen Spieles fand bereits vor Anpfiff statt: Der Klassenleiter der A-Liga Dillenburg, Bruno Misamer (Breitscheid), überreichte dem Beilsteiner Kapitän Otto Hofman die Meisterschaftsurkunde und gratulierte zum geglückten Aufstieg in die Kreisoberliga. Als Präsent hatte Misamer einen Spielball mitgebracht. Er wünschte unserer Elf eine Spielklasse höher viel Erfolg.

Im letzten Heimspiel der aktuellen Runde wollte die SG Beilstein ihre beinahe weiße Weste wahren und spielte Türkgücü Dillenburg in der ersten Hälfte regelrecht an die Wand. Immer wieder gelang es dem Hausherr, die Gäste-Abwehr auseinanderzuhebeln, weswegen man sich etliche Möglichkeiten erarbeiten konnte. Kurios war indes, dass trotz zahlreicher bester Einschussgelegenheiten zur Pause ein torloses Remis zu verbuchen war.

Bereits nach wenigen Sekunden hätte ein Querpass von Max Freimüller von der rechten Seite beinahe Dennis Kunz im Sturmzentrum erreicht, doch das Abspiel geriet ein wenig zu lang, sodass der türkische Schlussmann zupacken konnte.

Damit war die Richtung aber vorgegeben. Türkgücü Dillenburg sollte zwar im Gegenzug in den Beilsteiner Strafraum gelangen, doch Nico Langner blockte den Schussversuch der Gäste im letzten Moment ab. Bis auf einen von Constantin Kunz kurz vor dem Wechsel ebenfalls abgeblockten Ball kamen die Dillenburger in den ersten 45 Minuten nicht gefährlich in das heute von Darius Herzler gehütete Beilsteiner Tor, der den abwesenden Marvin Schuster vertrat.

Stattdessen rollten ununterbrochen die Beilsteiner Angriffe auf das Gäste-Gehäuse zu, sodass es schwerfällt, alle großen Gelegenheiten zu nennen. Auffällig war vor allem, dass auch immer wieder lange Bälle hinter die Abwehr der Türken zu erfolgsversprechenden Abschlüssen führten.

Die erste gute Möglichkeit unserer Elf besaß Felix Danneberg, der auf der rechten Seite geschickt worden war und frei vor dem Gäste-Tor ein wenig zu lange zögerte, ehe ein Abschluss folgte, der weder Schuss und Querpass war, sodass die Kugel am Kasten vorbeitrudelte.

Doch Beilstein wurde zielstrebiger und näherte sich dem Führungstor. Nach einer scharfen Flanke von Viktor Hofman an den zweiten Pfosten brachte Dennis Kunz das Leder per Kopf quer vor das Tor, doch leider hatte sich kein Beilsteiner Spieler in diesen Raum bewegt, um aus Nahdistanz das 1:0 zu erzielen.

Die Einschläge kamen nun aber immer näher. Otto Hofman zirkelte einen Freistoß aus 18 Metern halblinker Position an die Querlatte, auch hier fand sich kein Abnehmer, der den abprallenden Ball hätte verwerten können.

In der nun stärksten Phase der Gastgeber lag den Beilsteiner Zuschauern gleich mehrfach der Torschrei auf den Lippen, so auch, als sich Fabrice Reinhardt nach einem Ballgewinn auf der linken Seite gegen gleich vier Gegenspieler durchsetzte, von der Grundlinie aber keine Anspielstation fand, sodass das Spielgerät unter dem Keeper hindurch Richtung Torlinie rollte, aber noch rechtzeitig geklärt werden konnte.

Nach einem zu kurz abgewehrten Eckstoß fasste sich Viktor Hofman aus der zweiten Reihe ein Herz, sein Abschluss senkte sich auf die Oberkante der Latte und von dort ins Toraus.

Ein weiterer, kurz ausgeführter Eckstoß hätte in der Folgezeit ebenfalls die Führung bedeuten können, als Felix Danneberg mit seiner Hereingabe Dennis Kunz fand. Dieser hatte sich in Richtung kurzer Pfosten freigestohlen, seine Direktabnahme mit rechts flog aber gut einen Meter über das Quergebälk.

Derselbe Akteur visierte kurz darauf bereits zum dritten Male das Aluminium an, als er einen zu kurz abgewehrten Ball im Fallen von der Strafraumgrenze aufs Tor schoss. Von einem Gäste-Spieler unglücklich abgefälscht segelte das Leder in hohem Bogen Richtung Tor, der Türkgücü-Torsteher lenkte das Spielgerät gerade noch an die Latte, der Nachschussversuch von Nico Langner wurde von der türkischen Defensive vereitelt.

Eine der bis dato vielleicht größten Chancen besaß im  Anschluss Kevin Becker, der nach einem Freistoß von Philipp Jäger von der rechten Seite am zweiten Pfosten plötzlich völlig unbedrängt zum Abschluss kam, den Ball aus gut zwei Metern aber hoch über den Kasten drosch.

Doch unsere Mannschaft sollte noch eine größere Gelegenheit liegenlassen: Nach einem schwachen Abstoß vom türkischen Torwart stibitzte Fabrice Reinhardt dem Gegner am Mittelkreis das Leder und tankte sich auf rechts bis in den Strafraum durch, ehe er im Zweikampf mit dem herausgelaufenen Gäste-Keeper unsanft zu Fall gebracht wurde – Elfmeter!

Der sonst umsichtige und sichere Schütze Constantin Kunz erkannte zwar, dass der Keeper sich früh in die linke Ecke bewegte, zielte aber letztlich zu genau und visierte den rechten Pfosten an – bereits der vierte (!) Beilsteiner Aluminiumtreffer an diesem Tage, der Spielstand hieß aber weiterhin 0:0.

Ein wegen vermeintlichen Abseits wohl zu Unrecht aberkannter Treffer von Felix Danneberg erhitzte kurzzeitig die Beilsteiner Gemüter, ehe weitere Angriffsversuche auf das Gehäuse der Gäste rollten. Wieder einmal wusste sich Fabrice Reinhardt wunderbar in die Gefahrenzone zu dribbeln, konnte aber den mitgelaufenen Dennis Kunz nicht bedienen und scheiterte so am starken Türkgücü-Torsteher.

Die letzte Chance vor dem Wechsel vergab schließlich Max Freimüller, als er auf halblinks in den Strafraum getankt hatte und eventuell zum besser postierten Nebenmann hätte spielen müssen, stattdessen aber selbst den Abschluss suchte und einmal mehr im überragenden Torhüter von Türkgücü Dillenburg seinen Meister fand.

Unfassbarerweise ging es nicht mit einer klaren Beilsteiner Führung, sondern mit einem für die Gäste höchst schmeichelhaften torlosen Remis in die Pause.

Nach Wiederbeginn blieb Beilstein zunächst tonangebend, agierte in den ersten Minuten aber insgesamt verhaltener und weniger zielstrebig. Zwar näherte man sich dem Kasten der Türken immer wieder an, konnte dabei aber keineswegs die gleiche Torgefahr verursachen wie vor der Pause. Selbst Situationen, in denen der türkische Schlussmann von gleich zwei Beilsteiner Spielern unter Druck gesetzt wurde, konnte er bereinigen, ohne dass Schaden für seine Mannschaft entstand.

Doch nach gut zehn Minuten besann sich die Heimelf wieder auf ihre Stärken und kam gleich zur ersten hochkarätigen Chance: Nach einem feinen Angriff über rechts bediente Felix Danneberg Dennis Kunz, welcher von der Grundlinie in den Rücken der Abwehr legte. Mit großen Anlauf kam Philipp Jäger angerauscht und drosch die Kugel – was sonst? – ans Aluminium. Dieser mit vollem Risiko genommene Abschluss, der an das Lattenkreuz krachte, war zwar spektakulär anzusehen, doch ein gefühlvoller und platzierter Schuss in die Ecke wäre wohl effizienter gewesen.

Doch schließlich war der Bann gebrochen, denn nach gut einer Stunde Spielzeit zappelte das Runde zum ersten Male im Eckigen: Max Freimüller –  auf der linken Außenbahn angespielt – zog unnachahmlich an seinem Gegenspieler vorbei in den Sechzehnmeterraum und brachte das Spielgerät flach nach innen, wo Felix Danneberg den linken Fuß hinhielt und ins rechte untere Eck traf – 1:0!

Türkgücü Dillenburg, keineswegs aller Abstiegssorgen ledig, musste nun mehr tun und wurde nach einem eigenen Freistoß eiskalt ausgekontert: Darius Herzler fing die ungenaue Hereingabe sicher ab, schaltete schnell um und bediente Dennis Kunz auf der linken Seite. Dieser brachte Fabrice Reinhardt im Zentrum ins Spiel, welcher zu einem herrlichen Solo über den halben Platz ansetzte und schließlich den freistehenden Evgenij Huwa sah, der vor dem Tor die Ruhe behielt und überlegt zum 2:0 einschob. Damit schien diese Partie entschieden zu sein.

Dass dem jedoch nicht so wahr, hatte man einer Standardsituation zuzuschreiben, die wenig später aus dem sprichwörtlichen Nichts zum Anschlusstreffer für Türkgücü führte: Ein Freistoß aus 20 Metern zentraler Position jagte der Schütze an der Beilsteiner Mauer vorbei aufs Tor, Darius Herzler – zuvor kaum geprüft und offenbar kalt geworden – kam zwar mit der rechten Hand an das Leder, musste es aber passieren lassen – 2:1!

Türkgücü Dillenburg witterte jetzt Morgenluft und hatte ja auch noch reichlich Zeit, um wenigstens einen Zähler aus der Basaltarena zu entführen.

Beilstein seinerseits wirkte etwas verunsichert und überließ dem Gast jetzt mehr und mehr die Kontrolle über das Spiel, was in einigen brenzligen Situationen im Strafraum von Darius Herzler manifestierte. Einige Unruhe herrschte beispielsweise nach einer scharf hereingebrachten Ecke der Dillenburger, die Darius Herzler nur unzureichend mit den Fäusten klären konnte, doch Türkgücü konnte die sich nochmals in die Gefahrenzone senkende Kugel gegen die vielbeinige Beilsteiner Defensive nicht über die Linie bugsieren.

Unsere Mannschaft verlegte sich nun aufs Kontern, verpasste es aber gleich mehrfach, einen solchen Schnellangriff präzise zu Ende zu spielen. Eine der besseren Möglichkeiten vergab dabei Evgenij Huwa, als er von Max Freimüller von der rechten Seite aus am Fünfmeterraum angespielt worden war, das Spielgerät jedoch nicht akkurat stoppen konnte und so dem Schlussmann der Türken erlaubte, das vorentscheidende 3:1 zu verhindern.

Der Gast schwächte sich kurz vor dem Ende selbst, als ein Türkgücü-Spieler nach einem Foulspiel zunächst die gelbe Karte forderte und dafür selbst verwarnt wurde, anschließend dem Unparteiischen für dessen Entscheidung hämisch Beifall klatschte und mit der Ampelkarte des Feldes verwiesen wurde.

Trotz der nummerischen Überzahl mussten die Beilsteiner Anhänger noch einmal die Luft anhalten: gut fünf Minuten vor dem Ende gab es rund 30 Meter vor dem Tor Freistoß für Türkgücü Dillenburg. Der Schütze legte Kraft und Präzision in diesen Schuss und traf in fulminanter Manier den rechten oberen Pfosten; Darius Herzler wäre bei diesem Versuch absolut machtlos gewesen.

Die Dillenburger versuchten in den letzten Minuten alles, für Beilstein ergab sich noch eine große Kontergelegenheit, als Fabrice Reinhardt über die linke Seite kommend in den Strafraum eindrang und zu Evgenij Huwa hätte querlegen müssen, allerdings selbst den Abschluss suchte und über die Querlatte zielte. Die Türken ihrerseits versuchten alles, doch die Defensive der Hausherren agierte umsichtig und ließ keine weiteren Möglichkeiten zu.

Als der Referee die Begegnung nach 90 Minuten beendete und der 2:1-Sieg feststand, war auch klar, dass die SG Beilstein/A./M. in dieser Saison ohne Heimniederlage bleiben wird. In sechzehn Spielen vor heimischer Kulisse konnte man bei einem Torverhältnis von 67:11 sagenhafte dreizehn Siege und drei Unentschieden verbuchen. Diese Bilanz ist sicherlich einer der Garanten für den Aufstieg in die Kreisoberliga.

Drei Spieltage sind der Kreisliga A noch zu absolvieren, da unsere Elf am letzten Spieltag spielfrei hat, stehen indes nur noch zwei Partien aus. Die vorletzte Begegnung dieser Runde bestreitet die SG Beilstein am kommenden Sonntag, dem 17.05., wenn man ab 15:00 Uhr beim SSV Dillenburg antritt.

Die Beilsteiner Reserve trifft zeitgleich auf den FC Hörbach und muss in diesem richtungsweisenden Spiel unbedingt gewinnen, will man Platz acht noch erreichen. Gespielt wird auf dem Hörbacher Hartplatz.

Für unsere Mannschaft spielten: Darius Herzler, Viktor Hofman, Constantin Kunz, Nico Langner, Philipp Jäger, Otto Hofman, Max Freimüller, Felix Danneberg, Kevin Becker, Fabrice Reinhardt, Dennis Kunz, Jonathan Donner, Evgenij Huwa und Sebastian Weiler.

 

 

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