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Fussball

 

Der Turn – und Sportverein „Nassau“ 1920 Beilstein e.V. – und besonders seine Fußballabteilung – kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, welche von einigen Rückschlägen, aber auch von zahlreichen Erfolgen gekennzeichnet ist. Dieser Tradition verpflichten sich auch der jetzige Vorstand, alle Spieler des TuSpo „Nassau“ Beilstein sowie sämtliche Mitglieder, Förderer und Gönner unseres Vereines, welcher mittlerweile rund 600 Mitglieder aufweist und somit zu den größten Vereinen im Dillkreis gehört.

Im Jahre 1920 als reiner Fußballverein gegründet („Fußballclub 1920 Beilstein“), liefen die ersten Spieler unseres Vereines noch gelb-grünen Jerseys auf. Mit der Gründung unseres Vereines legten die Gründerväter das Fundament für die erfolgreiche Entwicklung des TuSpo „Nassau“ Beilstein im 20. Jahrhundert, die sich im 21. Jahrhundert fortzusetzen scheint.

Über die ersten Jahre unseres Vereinsfußballs ist wenig bekannt, zwischen den Jahren 1925 und 1930 konnte unsere Elf allerdings gleich zweimal die Gruppenmeisterschaft für sich entscheiden. Im Jahre 1931 trat man dem Westdeutschen Spielerverband bei.

Nur ein Jahr später gewann unsere Mannschaft die Meisterschaft der 2. Gauklasse Dill, Gruppe 4, was heutzutage mit der C-Liga vergleichbar wäre. In den Jahren 1933/34 spielte man in der Kreisklasse 2, Gruppe III, was der heutigen B-Liga entspräche.

Aufgrund des nahenden und drohenden Zweiten Weltkrieges fand in den Jahren 1935 – 1939 lediglich ein eingeschränkter Spielbetrieb statt, in den Wirren des Krieges war an Fußballspielen indes gar nicht zu denken.

Im Jahre 1945 wurde unser Verein unter dem Namen Turn- und Sportverein „Nassau“ Beilstein e.V. dann neu gegründet, wobei auch die heutigen Vereinsfarben blau und orange etabliert wurden. In diesem Jahr konnte Beilstein eine Erste Mannschaft sowie eine Jugendmannschaft zum Spielbetrieb melden. In der Saison 1945/46 erreichte man den fünften Tabellenplatz in der Gruppe 4. In der darauffolgenden Saison spielte unsere Erste Mannschaft in der 1. Kreisklasse des Wetzlarer Fußballkreises.

Im Jahre 1948 feierte unsere Erste Mannschaft die Meisterschaft der B-Klasse Gruppe 4 (Westerwald), stieg jedoch nicht auf, da man während der Runde in den Kreis Dillenburg gewechselt war.

Unsere Erste Mannschaft verbrachte die Saison 1950/51 in der B-Klasse Wetzlar, Gruppe 2.

1958 sorgte erstmals eine Jugendmannschaft des TuSpo „Nassau“ Beilstein für Aufsehen, als unsere C-Jugend Vizemeister im Sportkreis Wetzlar werden konnte.

Die Senioren-Mannschaft ihrerseits konnte sich in den folgenden Jahren stetig verbessern: Belegte man in der Spielrunde 1960/61 in der B-Klasse Wetzlar noch den vierten Rang, konnte man sich im Folgejahr bereits auf Tabellenplatz zwei steigern. In der Saison 1963/64 qualifizierte sich unsere Mannschaft für die 1. Kreisklasse Wetzlar und wurde im Jahre 1964 in die A-Klasse Dillenburg aufgenommen.

In den Siebziger-Jahren des letzten Jahrhunderts konnte der TuSpo „Nassau“ Beilstein seine größten Erfolge feiern: 1970 krönte die Erste Mannschaft eine hervorragende Saison mit dem Meistertitel in der A-Klasse West Dillenburg, womit gleichzeitig auch der Aufstieg in die Bezirksliga realisiert werden konnte. Zwei Jahre später feierte man den Kreispokalsieg, bei welchem man den Gruppenligisten SSV Dillenburg bezwingen konnte.

Die Saison 1972/73 endete mit einem hervorragenden zweiten Platz unserer Ersten Mannschaft in der Bezirksliga. Im Jahre 1974 folgte ein weiterer Kreispokalsieg, bei dem man dieses Mal den Bezirksligisten SSV Langenaubach in die Schranken weisen konnte. Leider musste unsere Mannschaft nach Abschluss des Spieljahres 1978/79 wieder den Gang in die A-Klasse antreten.

Doch auch die ersten Spielzeiten der 1980er-Jahre verliefen für unsere Fußballer durchaus beachtlich und erfolgreich. In den ersten drei Jahren dieses Jahrzehnts gewann der TuSpo „Nassau“ Beilstein gleich drei Mal in Serie den Winterpokal in der Halle (1980, 1981, 1982). Auch unseren Junioren gelang dieses Kunststück in Jahren 1988 und 1989.

Dazwischen, am 19. August 1989, verpasste unsere Elf einen weiteren großen Coup, als man im Finale des Kreispokales, das in Driedorf ausgetragen wurde, dem Oberligisten SV Haiger am Ende ein wenig zu deutlich mit 1:6 unterlag.

In der Spielzeit 1990/91 qualifizierte sich die Erste Mannschaft dank des fünften Tabellenplatzes für die neue Bezirksliga. 1992 errang unsere Juniorenmannschaft zum dritten Male den Sieg beim Winterpokal. In der Saison 1993/94 verpasste der TuSpo „Nassau“ Beilstein ganz knapp den Aufstieg: Nachdem man in der laufenden Runde den zweiten Tabellenplatz in der Bezirksliga belegt hatte, scheiterte man letztlich in der Relegationsrunde.

Im Jahre 1998 musste unsere Mannschaft wieder in die A-Liga Dillenburg absteigen, konnte dieses Missgeschick jedoch fast postwendend wieder reparieren, als man im Jahre 2000 nach einer grandiosen Saison (22 Siege und 3 Remis in 28 Spielen, Torverhältnis: 121:36) wieder in die Bezirksliga kletterte. In diesem Jahr konnte unsere Reservemannschaft ebenfalls einen großartigen Triumph erringen, indem die Reservemeisterschaft gewonnen werden konnte.

Leider folgten nun einige Jahre der sportlichen Dürre. Aufgrund der Tatsache, dass zahlreiche Spieler der erfolgreichen Meistermannschaft des Jahres 2000 ihre Fußballschuhe an den sprichwörtlichen Nagel hängten, musste Beilstein umgehend wieder den Gang in die A-Liga Dillenburg/Biedenkopf antreten. Trotz aufopferungsvollen Kampfes war die junge Beilsteiner Elf nicht in der Lage, spielerisch und körperlich mit den Bezirksliga-Teams mitzuhalten.

Aber es kam noch etwas schlimmer: Nach dem ersten Abstieg im Jahre 2001 folgte der nächste gleich im Jahr darauf: Aufgrund der Neueinteilung der Ligen hätte sich Beilstein im oberen Drittel der A-Liga platzieren müssen, um die Qualifikation für selbige zu erreichen, dies gelang allerdings nicht, sodass der bittere Gang in die B-Liga Dillenburg unvermeidlich war.

2002 entschied sich der Verein, eine Spielgemeinschaft mit den beiden umliegenden Vereinen SG Arborn/Münchhausen und SG Seilhofen/Rodenberg einzugehen, um mehr Möglichkeiten zu haben und wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Ehe mit der SG Arborn/Münchhausen dauert bis heute an, von der SG Seilhofen/Rodenberg trennte man sich im Jahre 2006.

Agierte man in den Jahren 2006 – 2008 noch in der B-Liga Dillenburg Süd, konnte man 2008 den langersehnten Wiederaufstieg in die A-Liga Dillenburg feiern. Diese Meisterschaft kam für viele zu diesem Zeitpunkt durchaus überraschend, aufgrund einer tollen Saison war dieser Erfolg am Ende aber keineswegs unverdient. Unvergessen bleiben wird das spannende Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SSG Breitscheid und das „Spiel des Jahrhunderts“, als man drei Spieltage vor dem Ende beim direkten Konkurrenten ESV Herborn mit 4:5 die Oberhand behalten konnte – und das nach viermaligem Rückstand!

Seit der Spielrunde 2008/2009 spielt die SG Beilstein/A./M. nun schon in der A-Liga Dillenburg, musste dort zu Beginn gegen den Abstieg spielen, stabilisierte sich anschließend aber und hatte respektable Platzierungen aufzuweisen (7. Platz in der Saison 2010/11, 5. Platz in der Saison 2011/12). Lediglich die Saison 2012/13 sollte man schleunigst vergessen machen, schien Beilstein nach einem guten Start in die Liga und einer schier unendlichen Durststrecke doch bereits so gut wie abgestiegen, rettete sich allerdings mit einem famosen Schlussspurt und Siegen gegen die SG Herbornseelbach/Ballersbach und den bereits feststehenden Meister TSV Steinbach gerade noch über den Strich. Eine solche Zittersaison sollte nach Möglichkeit zukünftig vermieden werden.

Umso erfreulicher lief es für unsere Farben dann in der Saison 2013/14, als man lange um den Aufstieg in die Kreisoberliga mitspielte, letztlich aber der SG Fellerdilln/Rodenbach den Vortritt lassen musste und die Runde hinter der SG Sinn als hervorragender Tabellendritter abschloss. Einige vermeidbare Niederlagen und Punktverluste zuviel verhinderten am Ende den ganz großen Wurf.

Nicht unerwähnt bleiben darf an dieser Stelle der Erfolg unserer B-Junioren, die als Meister 2009 in der Saison 2009/10 in der Gruppenliga antreten und dort einiges an Erfahrung sammeln konnten, wenngleich am Ende der Runde der Wiederabstieg zu Buche stand.

Dennoch zeigt sich in der Geschichte des TuSpo „Nassau“ Beilstein vor allem eines: Insbesondere durch gute und beständige Jugendarbeit ist es gelungen und wird es auch weiterhin gelingen, Spieler an die Seniorenmannschaften heranzuführen und diese dort zu etablieren. Wenn sich dieses Leitbild weiter so verfestigt, sollte dem TuSpo „Nassau“ Beilstein, der in sieben Jahren sein 100jähriges Jubiläum begehen wird, vor der Zukunft nicht bange sein. Nachdem nun auch der Traum vom Kunstrasenplatz verwirklicht werden konnte, ist der Verein sowohl sportlich als auch wirtschaftlich gut aufgestellt und kann einer neuen Ära entgegenblicken.

 

Eine Übersicht über alle Trainer des TuSpo "Nassau" Beilstein seit dem Jahre 1965 finden Sie hier.

 

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Neben Männerfußball gab es jahrelang auch eine Frauenfußballabteilung beim TuSpo „Nassau“ Beilstein, die durchaus beeindruckende Erfolge aufzuweisen hat.

Gegen Ende er 1970er- und zu Beginn der 1980er-Jahre etablierte sich der Frauenfußball zum ersten Male in Beilstein. In den ersten fünf Spielzeiten (von 1978/79 bis 1982/83) spielte unsere Mannschaft in der Kreisklasse Dillenburg. Ein schwierigeres Anlaufjahr war nötig (Platz fünf von fünf Mannschaften in der ersten Saison), um den nötigen Lernprozess zu initiieren und im Wettbewerb Fuß zu fassen, doch bereits in den Folgejahren konnten schöne Erfolge gefeiert werden. Die Spielzeit 1979/80 schloss man als Tabellendritter von acht Mannschaften ab. Zwar gelang im Jahr darauf nur Tabellenplatz sechs von neun Mannschaften, doch in der Saison 1981/82 belegte man am Ende einen respektablen zweiten Rang in einer siebenköpfigen Liga. 1982/83 landete man schließlich im Mittelfeld des Tableaus (dritter Rang bei fünf Teams).

Die Mannschaft konnte anschließend nicht aufrechterhalten werden und wurde vom Spielbetrieb zurückgezogen. Erst im Jahre 1989 kam es zu einer Neugründung unserer Fußballfrauen, die jedoch zunächst außer Konkurrenz gegen das runde Leder traten.

Im Spieljahr 1990/91 belegte man in der Bezirksliga den siebten Platz von zehn Mannschaften. Den ersten herausragenden Erfolg konnte unsere Frauenfußballmannschaft 1993 erzielen, als man Kreispokalsieger wurde und im Finale den Bezirksoberligisten Haigerseelbach deutlich mit 5:0 besiegte. Der Zeitraum zu Beginn der 1990er-Jahre sollte sich als der erfolgreichste unserer Fußballfrauen herausstellen, folgte dem Pokalsieg in der kommenden Saison 1993/94 der zweite Rang in der Bezirksliga, welche zur Aufstiegsrelegation berechtigte. Und unserer Mannschaft gelang es tatsächlich, über die Relegation die Bezirksoberliga zu erreichen. Im Winter dieses Jahres belegte man den zweiten Platz beim Winterpokal in der Halle, diesmal hatte man gegen Haigerseelbach im Endspiel das Nachsehen. In der Spielzeit 1994/95 spielte man in der Bezirksoberliga und 1995 folgte der zweite Pokalsieg auf Kreisebene, als man im Finale gegen Frohnhausen mit 3:2-Toren die Oberhand behielt.

In der Saison 1997/98 trat unsere Mannschaft leider zu drei Spielen nicht an, was den Zwangsabstieg nach sich zog.

Im Jahr 1999 war es dann möglich, eine U16-Mädchenmannschaft für den Spielbetrieb zu melden.

Von 1999 bis 2004 spielte unsere Frauenmannschaft in der Bezirksliga, wenngleich die Platzierungen sich eher im hinteren Mittelfeld bewegten. 2004/05 jedoch gelang der Sprung auf Tabellenplatz zwei, was den direkten Aufstieg in die Bezirksoberliga bedeutete. Da bis April 2006 allerdings noch kein einziger Punkt geholt werden konnte, wird die Mannschaft vom Spielbetrieb abgemeldet.

Im Jahre 2007/08 versucht sich noch einmal eine Frauenmannschaft des TuSpo Beilstein in der Bezirksliga, wird zu Beginn der Runde 2008 abermals abgemeldet.

Seit diesen Tagen ist die Frauenfußballabteilung unseres Vereines leider verwaist und es gibt momentan keinen Frauenfußball beim TuSpo „Nassau“ Beilstein zu sehen. Vorstand und Verein hoffen jedoch, dass sich in naher Zukunft wieder eine Mannschaft bildet und zum breiten Angebot unseres Sportvereines beitragen kann.

 

 

 

 

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